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Krankenhausfinanzierung
Aktualisiert am 18.02.2021 - 07:55

„Die Unsicherheit ist unerträglich“

Vorsitzender Larisch © cpd/Kath. Hospitalverbund Hellweg

Christian Larisch, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der 53 katholischen Krankenhäuser im Erzbistum Paderborn, wendet sich mit einem Hilferuf an die Politik. Die Kliniken müssten über drastische Einschnitte nachdenken.

  • Die Arbeitsgemeinschaft der 53 katholischen Krankenhäuser im Erzbistum Paderborn fordert finanzielle Hilfen von der Politik.
  • Krankenhäuser verzeichneten in der Pandemie dramatische Einkommenseinbußen.
  • Insbesondere die Gehälter der Mitarbeitenden seien nicht gedeckt.

Die Arbeitsgemeinschaft der 53 katholischen Krankenhäuser im Erzbistum Paderborn fordert eine kurzfristige Sicherung der Liquidität von Kliniken. Krankenhäuser müssten in der Pandemie einen deutlichen Mehraufwand leisten, sagt Christian Larisch, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der 53 katholischen Krankenhäuser im Erzbistum Paderborn und Geschäftsführer des Katholischen Hospitalverbundes Hellweg. Gleichzeitig verzeichneten sie aber dramatische Einbrüche bei den Einnahmen durch die reguläre Versorgung, etwa bei planbaren Operationen.

Krankenhäuser stehen vor Dilemma

Seit Monaten hätten sich die Verbände auf Bundesebene um eine Liquiditätssicherung bemüht, sagt Christian Larisch. „Die aktuellen Regelungen helfen nicht allen Häusern und perfektionieren die bestehende Bürokratie“, kritisiert der Vorsitzende. Dies stelle die Krankenhäuser vor ein Dilemma. Ohne Klarheit zur Finanzierung seien insbesondere die Personalkosten nicht sicher gedeckt und Krankenhäuser müssten über drastische Einschnitte nachdenken. Die aktuelle Unklarheit empfänden die Krankenhäuser als unerträglich, nicht zuletzt mit Blick auf die Beschäftigten, die durch persönliche Einschränkungen die Versorgung gesichert hätten.

Ende der finanziellen Einbußen nicht absehbar

Bis heute sei es durch die Pandemie nicht möglich, alle vorhandenen Betten zu belegen und etwa die Versorgungsleistungen des Jahres 2019 zu erbringen. Aus Sorge vor Ansteckungen suchten zudem weniger Patienten die Krankenhäuser auf. In der Folge seien die Einnahmen der Krankenhäuser dramatisch eingebrochen. Ein Ende dieser Belegungseinbrüche sei derzeit noch nicht absehbar, warnt Larisch.

Die Arbeitsgemeinschaft der katholischen Krankenhäuser im Erzbistum Paderborn vertritt die Interessen von 53 katholischen Krankenhäusern in der Region. Die Kliniken mit insgesamt 13.220 Betten beschäftigen 26.000 Mitarbeitende. br

 

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