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Soforthilfe
Aktualisiert am 21.07.2021 - 13:24

Diakonie und Kirche stellen vier Millionen Euro bereit 

Die evangelische Kirche und die Diakonie stellen vier Millionen Euro für die Betroffenen der Flutkatastrophe bereit. Die Soforthilfen werden über das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe verteilt.

•    Diakonie-Präsident Lilie lobt enorme Spendenbereitschaft.
•    Unbürokratische finanzielle Hilfen sollen größte Not schnell lindern.
•    Freizeitangebote für betroffene Kinder und Jugendliche schaffen.


„Wir sind überwältigt von der enormen Solidarität der Spenderinnen und Spender“, sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. Dank der großartigen Unterstützung könne die Diakonie sofort damit beginnen, das große Leid der Menschen in den Flutgebieten zu lindern. „Wir sind dankbar über die große Hilfsbereitschaft der vergangenen Tage und rufen weiterhin dazu auf, die Menschen mit Spenden darin zu unterstützen, wieder auf die Beine zu kommen. Der Bedarf an Hilfe ist enorm“, so Diakonie-Präsident Lilie.

Unbürokratische Hilfe im Mittelpunkt

Dem Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, Martin Keßler, zufolge sollen zunächst unbürokratisch finanzielle Hilfen ausgezahlt werden, um die größte Not zu lindern. Mit den Bargeldauszahlungen könnten die Betroffenen selbst entscheiden, was sie am dringendsten benötigen. Die Auszahlungen können für technisches Gerät zur Beseitigung der Flutschäden ebenso eingesetzt werden wie für eine Unterbringung, weil das eigene Haus unbewohnbar ist, Lebensmittel oder Hausrat, so Keßler weiter.

Angebote für Kinder und Jugendliche schaffen

Ein weiterer Schwerpunkt der Hilfe können Freizeit-Angebote für Kinder und Jugendliche sein. „Die Kinder haben dramatische Szenen miterlebt und müssen nun zwischen den Trümmern auf der Straße spielen. Viele Kitas und Schulen sind zerstört“, sagt Christian Heine-Göttelmann, Vorstand der Diakonie Rheinland Westfalen Lippe (RWL). „Wir möchten ihnen gezielt Angebote machen, etwa indem wir uns gemeinsam mit unseren Trägern bemühen, Jugendfreizeiten zu organisieren und den Kindern bei Bedarf mit psychologischer Unterstützung dabei helfen, ihre schlimmen Erlebnisse zu verarbeiten.“

Schnelle Hilfe leisten, Hilfslücken schließen

Weitere Maßnahmen würden derzeit mit dem lokalen Partner, staatlichen Stellen und den kommunalen Krisenstäben abgestimmt. „Es geht darum, schnelle Hilfe zu leisten. Aber gleichzeitig ist Koordination wichtig. Wir müssen sehen, an welchen Stellen der Staat hilft und wie wir mögliche Lücken schließen können“, sagt Keßler insbesondere mit Blick auf zerstörte Infrastruktur, Wohnhäuser und soziale Einrichtungen. irg
 

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