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Fachkräfte
Aktualisiert am 05.03.2020 - 13:56

Diakonie sieht keine Verbesserung durch neues Einwanderungsgesetz

Diakonie-Präsident Lilie © Diakonie/Thomas Meyer

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie kritisiert das Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Für Migranten bringe es kaum Vorteile.

  • Neues Fachkräfteeinwanderungsgesetz schaffe nur für wenigen Migranten neue Möglichkeiten, kritisiert die Diakonie.
  • Besonders für Asylsuchende seien die Regelungen zu restriktiv.
  • Das Bundesinnenministerium will die Zuwanderung von Hochschulabsolventen fördern, um die Fachkräftelücke in Unternehmen zu schließen.

Die Diakonie Deutschland hält das das Fachkräfteeinwanderungsgesetz für nicht ausreichend. „Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz ist ein wichtiger Baustein, um mehr Fachkräfte aus anderen Ländern zu gewinnen. Allerdings bieten die neuen Regelungen faktisch nur einer relativ geringen Zahl an Menschen eine berufliche Perspektive in Deutschland“, sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie.

Kritik am Beispiel Ausbildungsplatzsuche

Seine Kritik verdeutlicht er am Beispiel der Ausbildungsplatzsuche. Den Zuzug aus dem Ausland knüpfe die Politik nach wie vor an viele Bedingungen. Daher sei er nur für wenige Menschen attraktiv. „Die Möglichkeit für Schutzsuchende, die noch auf einen positiven Asylbescheid warten, in Ausbildung oder Beruf zu kommen, ist zu restriktiv ausgestaltet und wird durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz nicht verbessert“, so der Diakonie-Präsident.

Das Anfang März in Kraft getretene Fachkräfteeinwanderungsgesetz soll die Zuwanderung von Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten vereinfachen. Das Bundesinnenministerium erhofft sich, dass vor allem Hochschulabsolventen nach Deutschland kommen, welche die hiesigen Unternehmen angesichts des Personalbedarfs und leerer Bewerbermärkte dringend benötigten. ols

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