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Pflege
Aktualisiert am 12.01.2022 - 12:00

Devap verlangt Umverteilung von Personal

Vorsitzender Wesemann © Devap

Der Devap will eine Umverteilung des Pflegepersonals nach Kompetenzen. Nur so könne der Bedarf an Fachkräften künftig gedeckt werden, sagt Devap-Vorsitzender Wilfried Wesemann.

  • Der Devap fordert, Pflegepersonal künftig auf der Basis von Kompetenzen einzusetzen.
  • Nur so könnten Einrichtungen ihren Bedarf an Pflegepersonal decken, sagt Devap-Vorsitzender Wilfried Wesemann.
  • Wichtig dafür seien etwa durchlässige Bildungsangebote und eine bundesweit einheitliche Ausbildung zur Pflegeassistenz.

Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (Devap) fordert eine Umverteilung des Pflegepersonals. Das geht aus einem Forderungspapier mit vier Kernforderungen hervor. Nur eine Aufgabenverteilung nach Kompetenzen könne den steigenden Bedarf an Pflegekräften künftig decken, sagt Devap-Vorsitzender Wilfried Wesemann. Dabei sollten Kompetenzen künftig die Basis für die Verantwortungs- und Aufgabenverteilung in der Pflege sein.

Bildungsangebote anpassen

Wichtig dafür seien etwa interagierende und durchlässige Bildungsangebote, so Wesemann weiter. Auch die Weiterbildungsstrukturen sollten sich an diesem Wandel orientieren. Die Politik müsse hier für bundeseinheitliche Rahmenbedingungen sorgen.

Ärztliche Aufgaben delegieren

Auch eine weitergehende Delegation bestimmter ärztlicher Aufgaben an Pflegepersonal hält der Devap für notwendig. Perspektivisch sollen etwa Pflegefachpersonen vermehrt nach ärztlicher Diagnose heilkundliche Tätigkeiten selbständig und ohne ärztliche Veranlassung übernehmen können. Der Devap fordert zudem eine bundesweit einheitliche, zweijährige generalistische Pflegeassistenzausbildung, um Vergleichbarkeit herzustellen.

Der Devap ist der größte evangelische Fachverband auf Bundesebene und vertritt knapp 2.000 stationäre Einrichtungen der Altenhilfe, mehr als 1.400 ambulante Dienste, mehr als 120 Altenpflegeschulen sowie zahlreiche Altentagesstätten und Initiativen. br

Hier geht's zum Forderungspapier.

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