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Contilia
Aktualisiert am 26.06.2020 - 04:23

Der planmäßige Abriss

Nach nur knapp zwei Jahren sucht die Contilia für das Katholische Klinikum Essen neue Käufer. Offenbar hat sich das Unternehmen an der Übernahme verhoben. Nun droht der Verkauf an profitgetriebene Krankenhauskonzerne.

Dirk Albrecht hatte wahrscheinlich schon angenehmere Termine. Am 18. Februar musste sich der Vorsitzende der Geschäftsführung der Contilia im Gesundheitsausschuss der Stadt Essen erklären. Kurz zuvor hatte sein Unternehmen bekannt gegeben, das Katholische Klinikum Essen (KKE) nur eindreiviertel Jahre nach der Übernahme wieder zu verkaufen. Die wirtschaftliche Herausforderung sei zu groß geworden, sagte Albrecht einem Sitzungsprotokoll zufolge.
Der plötzliche Sinneswandel des Konzerns hat die Stadt kalt erwischt. Nun steht eines der größten Bauprojekte ihrer jüngeren Geschichte auf der Kippe: der Neubau eines Krankenhauses in Altenessen. Die Übernahme des KKE und der Neubau sollten der Contilia strategische Vorteile im regionalen Markt einbringen. Selbst eine katholische Kirche wollte der Konzern dafür opfern. Der Aufsichtsrat zog allergings die Reißleine, kurz bevor es ernst wurde. Nun droht der Verkauf des KKE an einen gewinnorientierten Krankenhauskonzern. Er könnte die Früchte der Vorarbeit des katholischen Trägers ernten.

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