Heute ist Freitag , der 17.09.2021

Wohlfahrt Intern
www.wohlfahrtintern.de
Ganztagsbetreuung
Aktualisiert am 01.07.2021 - 09:07

CJD fordert mehr Geld für Ganztagsbetreuung

Vorstandssprecher Stier © CJD

Das CJD kritisiert das vom Bundestag beschlossene Ganztagsförderungsgesetz. Für die Umsetzung der Ziele fehle Geld und gut ausgebildetes Personal, kritisiert Vorstandssprecher Oliver Stier.

  • Das CJD sieht Nachbesserungsbedarf im neuen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Ganztagsbetreuung an Grundschulen.
  • Für Kinder vollzeitbeschäftigter und alleinerziehender Eltern fordert das Bildungs- und Sozialunternehmen eine Betreuung von mindestens zehn Stunden an fünf  Tagen in der Woche.
  • Außerdem brauche es einen besseren Betreuungsschlüssel. 

Das Christliche Jugenddorfwerk (CJD) sieht Probleme bei der Umsetzung des neuen  Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Sozialunternehmens hervor. Demnach solle eine Ganztagesbetreuung kostenfrei und am Bedarf der Eltern ausgerichtet sein. Für Vollzeitbeschäftigte und Alleinerziehendende müsse mindestens zehn Stunden am Tag an fünf Tagen die Woche eine Betreuung verfügbar sein, sagt CJD-Vorstandssprecher Oliver Stier.

Bildungsgerechtigkeit schaffen

Gleichzeitig fordert das Bildungsunternehmen einen besseren Betreuungschlüssel. Kinder sollten ihrem Alter und ihrem Entwicklungsstand entsprechend betreut werden, sagt Stier.

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung soll Betreuungslücken für Eltern nach der Kitazeit schließen und Bildungsgerechtigkeit fördern. Im Entwurf ist ein Betreuungsumfang von acht Stunden an allen fünf Werktagen vorgesehen, inklusive der Unterrichtszeit. Eltern hätten das Recht diese Betreuung für maximal vier Wochen und in den Ferien zu nutzen. Zunächst sollen nur Erstklässler ab dem Jahr 2026 ganztägig betreut werden können. Anschließend soll mit jedem weiteren Jahr eine Klassenstufe dazukommen.

Das Christliche Jugenddorfwerk ist eines der größten Bildungs- und Sozialunternehmen in Deutschland. Es beschäftigt rund 10.500 Mitarbeitenden und fördert und begleitet Kinder, Jugendliche und Erwachsene an 388 Standorten. Dazu gehören Kitas, Schulen, Berufsbildungswerken und Lehrbetrieben, Kliniken, Reha-Einrichtungen, Wohngruppen und Werkstätten. mb

© Wohlfahrt Intern