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Kirchliches Arbeitsrecht
Aktualisiert am 15.05.2014 - 09:18

Caritas will Loyalitätspflichten lockern

Die Caritas macht sich gegen Kündigungen wegen Loyalitätsverstößen gegenüber der Kirche stark. Arbeitsrechtliche Konsequenzen soll es demnach nicht mehr geben, wenn Mitarbeiter nach Scheidung wieder heiraten oder in einer homosexuellen Partnerschaft leben.

MÜNSTER  - Laut der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) fordert Heinz-Josef Kessmann, Vizepräsident des Deutschen Caritasverbandes, die Bischöfe zu einer mutigen Entscheidung auf. Es entspreche nicht dem Prinzip der Grundordnung, dass in jedem Fall und für jede Art von Dienst die Wiederverheiratung nach Scheidung unweigerlich zur fristlosen Kündigung führt, so Kessmann.

Verhältnismäßigkeiten schaffen Glaubwürdigkeit

Er betont, dass die Verhältnismäßigkeiten beachtet werden sollten: Von einer Putzfrau sei nicht die gleiche Loyalität zu erwarten wie von einem Diözesan-Caritasdirektor. Je nach Aufgabe variiere der Grad an Identifikation, auch in der privaten Lebensführung. Die Kirche müsse sich bewegen, wenn sie im Umgang mit ihren Mitarbeitern nicht an Glaubwürdigkeit verlieren wolle, fordert der Caritas-Vizechef. ols

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