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Koalitionsverhandlungen
Aktualisiert am 21.10.2021 - 12:00

Caritas fordert kostenlose Energieberatung

Caritas-Präsident Neher @ Deutscher Caritasverband

„Klimaschutz wird nur gelingen, wenn er von allen Bürgerinnen und Bürgern mitgetragen werden kann“, sagt Caritas-Präsident Peter Neher. Der Verband richtet weitere Forderungen an die mögliche Ampel.

  • Die Caritas fordert eine kostenlose Energieberatung und eine Klimaprämie für armutsgefährdete Menschen.
  • Pflegende, die bei zu Pflegenden zu Hause lebten, bräuchten gerechte Löhne und faire Arbeitsbedingungen.
  • Geflüchtete bräuchten eine unabhängige Asylberatung und Aufnahme- sowie Resettlement-Programme.

Der Deutsche Caritasverband fordert kostenlose Energieberatung für einkommensschwache Haushalte. Anlass der Forderungen zu Klimaschutz, soziale Teilhabe, Pflege und Migration sind die Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP. Außer einer Beratung würde auch eine Klimaprämie Klima-Innovationen sozial gerecht machen.

Soziale Teilhabe bei Digitalisierung sichern

Weiter bräuchten gerade armutsgefährdete Menschen Unterstützung bei der technischen Ausrüstung und den digitalen Fähigkeiten, um in der digitalen Transformation nicht abgehängt zu werden. Denn Menschen in armen Haushalten fehle es bei der digitalen Ausstattung und digitaler Kompetenz an allen Ecken und Enden, heißt es in der Pressemitteilung.

Pflege umfassend reformieren

Außerdem müsse die häusliche Pflege gestärkt werden, die bei der letzten Pflegereform vollständig vergessen worden sei. So müssten die Pflegekräfte endlich aus der Grauzone geholt werden, die bei den zu Pflegenden zu Hause wohnen würden, so die Caritas. Für sie müsse es faire Arbeitsbedingungen und gerechten Lohn geben. Weiter müsse die Pflegeversicherung auf eine solide finanzielle Grundlage gestellt werden.

Für Geflüchtete fordert der Verband Aufnahmeprogramme, eine unabhängige Beratung für Asylverfahren und ambitionierte Resettlement-Programme für die besonders verletzlichen Menschen auf der Flucht. dh

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