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DiCV Trier
Aktualisiert am 20.07.2021 - 11:38

Caritas-Einrichtungen entlang der Ahr stark beschädigt

DiCV-Vorsitzender Weihbischof Gebert ©Diözesancaritasverband Trier

Das Unwetter in der vergangenen Woche hat bei der Caritas im Rheinland-Pfalz große Schäden angerichtet. Der Vorsitzende des Diözesancaritasverbands Trier, Weihbischof Gebert, dankt für die große Hilfsbereitschaft.

  • Vier Caritasverbände sowie Tochtergesellschaften des Diözesancaritasverbands Trier verzeichnen starke Schäden.
  • Altenheime in Ahrweiler und Trier-Ehrang mussten evakuiert werden.
  • Große Solidarität und Einsatzbereitschaft von allen Seiten.

Die Flut hat verschiedene katholische Einrichtungen im Bistum Trier beschädigt, wie der  Diözesancaritasverbands Trier (DiCV Trier) mitteilt. Unter den Auswirkungen des Unwetters litten die Caritasverbände Trier, Westeifel, Mosel-Eifel-Hunsrück sowie Rhein-Mosel-Ahr. Am stärksten betroffen sei der Caritasverband Ahrweiler. Dort wurde unter anderem eine integrative Kindertageseinrichtung sehr stark beschädigt.

Werkstatt und Altenheime überflutet

Auch die Tochtergesellschaften des Diözesancaritasverbands sind stark betroffen. Eine Werkstatt für behinderte Menschen der St. Raphael Caritas-Alten- und Behindertenhilfe in Sinzig wurde komplett überflutet. Erwischt hat die Flut auch Altenhilfeeinrichtungen der Cusanus Trägergesellschaft Trier (ctt) sowie der Marienhaus GmbH in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Alle Bewohner erfolgreich evakuiert

Das ctt-Seniorenheim St. Maria-Josef in Ahrweiler etwa musste evakuiert werden. Die Einrichtung liegt inmitten der Fußgängerzone von Ahrweiler. Alle Bewohner und Bewohnerinnen hätten die Unwetterkatastrophe und die anschließende Evakuierung am vergangenen Freitag unbeschadet überstanden, schreibt die Heimleitung auf ihrer Webseite. Die Bewohnerinnen und Bewohner seien in Nachbareinrichtungen untergekommen, die Angehörigen über die derzeitigen Aufenthaltsorte informiert.

Möbel und persönliche Gegenstände nicht zu retten

Die Aufräumarbeiten haben bereits am Samstag begonnen. Die Einrichtung ist nach erster Begutachtung schwer beschädigt. Das Wasser stand bis zum ersten Stock des Gebäudes. „Da sich im Erdgeschoss sämtliche Versorgungsräume inklusive Küche befinden, ist nach derzeitigem Kenntnisstand an eine Versorgung nicht zu denken“, teilt die Einrichtung mit. Alle Möbel und Einrichtungsgegenstände aus der ersten Etage müssten entsorgt werden. „Leider ist hier nichts zu retten. Auch viele persönliche Gegenstände der Bewohner und Bewohnerinnen der ersten Etage müssen notwendiger Weise entsorgt werden, weil sie durchnässt, zerstört, völlig unbrauchbar und letztlich durch das Hochwasser kontaminiert sind“, führt die Einrichtungsleitung aus.

Zahlreiche Hilfsangebote

In Trier musste das Altenheim im überfluteten Stadtteil Trier-Ehrang ebenfalls evakuiert werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner seien in benachbarten katholischen Altenheimen untergekommen. „Wir danken allen Bistümern und Organisationen, die uns Hilfe anbieten, für die große Solidarität. Und selbstverständlich allen Menschen, die uns in dieser Situation mit ihrem persönlichen Einsatz, Geld- und Sachspenden unterstützen“, sagt der DiCV-Vorsitzende Weihbischof Franz Josef Gebert.

Zum DiCV Trier gehören zehn örtliche Caritasverbände sowie 1490 kirchlich-caritative Einrichtungen aller Hilfebereiche. Insgesamt beschäftigen Verband und Einrichtungen 49.000 hauptamtlich Mitarbeitende. irg

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