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Finanzhilfe
Aktualisiert am 15.07.2020 - 14:53

Brandenburger Wohlfahrtsverbände fordern Corona-Hilfsfond

Die Liga der Freien Wohlfahrtsverbände Brandenburg fordert vom Land Brandenburg einen Hilfsfond über zehn Millionen Euro. Existenzen stehen auf dem Spiel.

  • Die Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Brandenburg fordern einen Corona-Hilfsfond über zehn Millionen Euro.

  • Die Finanzlücken sind besonders bei niederschwelligen, systemrelevanten Beratungsdiensten spürbar.

  • Das Bewilligungs- und Auszahlungsverfahren soll niederschwellig und transparent sein.

Die Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Brandenburg fordert vom Land Brandenburg einen Hilfsfond über zehn Millionen Euro. Coronabedingt käme es zu vielen Ausfällen der sozialen Dienste. Nun befürchte man einen Zusammenbruch der einzelnen Träger, so die Liga der Spitzenverbände. Besonders in niederschwelligen Beratungsdiensten und der stationären Jugendhilfe seien die finanziellen Lücken durch die Einschränkungen spürbar. Deshalb fordern die Verbände ein niederschwelliges und transparentes Bewilligungs- und Auszahlungsverfahren vom Land.

Soziale Dienste sind systemrelevant

Viele Beratungsstellen, wie die für Schuldner oder für Menschen mit psychischen Problemen, hätten kaum noch Rücklagen. Allerdings seien diese nicht nur während der Corona-Krise systemrelevant, sondern vor allem auch danach. Das Ausmaß der Situation sei jedoch erst nach der Jahresabrechnung 2020 ersichtlich, so die Verbände. Daher sollten die Gelder des Fonds bis zum Ende des ersten Quartals 2021 gezahlt werden.

Eine genaue Übersicht über alle sozialen Einrichtungen und Träger existiere im Land Brandenburg nicht. Allerdings schätzen die sozialen Spitzenverbände unter anderem einen Einnahmeverlust in Höhe von 1,8 Millionen Euro in der Altenpflege und ein Minus von 1,2 Millionen Euro in den sozialen Hilfen.

Die Liga der Freien Wohlfahrtsverbände Brandenburg ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrt mit regionalen Wurzeln. Sie vertritt die Interessen der AWO, der Caritas, der Diakonie, des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, des DRK und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden im Bundesland Brandenburg. fn

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