Obdachlosigkeit

Wohnungslose Frauen brauchen spezifischere Hilfen

Obdachlose Frauen bedürfen intensiverer Hilfen, sagt Barbara Eschen, Direktorin des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Sie bräuchten Beratung in einem geschützten Raum.

Eschen © Fotostudio Ludwig

BERLIN – „Frauen, die erkennbar wohnungslos auf der Straße leben, sind oft von psychischen Erkrankungen betroffen und brauchen weitergehende, intensive Hilfe“, so die Direktorin. Denn bei Frauen seien die Gründe für die drohende oder eintretende Wohnungslosigkeit oft andere. Meist gingen Frauen mit Wohnungsverlust anders um als Männer.

Frauen sieht man die Obdachlosigkeit nicht an

Die Zahl der Frauen, die auf der Straße leben, sei innerhalb eines Jahres um vier Prozent gestiegen, sagte Eschen. Die Notübernachtungsplätze für Frauen seien aber nur bei 50,9 Prozent ausgelastet.

„Frauen schaffen es häufig noch sehr lange, in versteckter Wohnungslosigkeit zu leben“, sagt Eschen. Ihnen sehe man die Wohnungslosigkeit nicht an. „Sie brauchen Beratung und Betreuung in einem geschützten Rahmen, ohne Gewaltsituationen und langfristige, passende Hilfsangebote.“

Einrichtungen der Diakonie und Caritas bieten seit 29 Jahren Übernachtungsplätze im Winter, um Obdachlose vor dem Erfrieren zu bewahren. br

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