Altersarmut

Volkssolidarität sieht Rente im Osten bedroht

Menschen in Ostdeutschland drohen langfristig niedrigere Renten, warnt Wolfram Friedersdorff, Präsident der Volkssolidarität. Eine mögliches Gegenmittel greife zu kurz.

Volkssolidaritätspräsident Friedersdorff © Thomas Rafalzyk

•    Niedrigere Löhne im Osten sollen ab 2025 nicht mehr aufgewertet werden, um Renten auf Westniveau zu berechnen.

•    Die Volkssolidarität fordert einen adäquaten Ersatz für den Nachteilsausgleich.

•    Eine Grundrente helfe nur Geringverdienern.

Volkssolidarität will Grundrente

Die Bundesregierung will den sogenannten Nachteilsausgleich bei der Berechnung von ostdeutschen Renten schrittweise abschaffen. Das führe zu geringeren Renten im Osten, warnt Wolfram Friedersdorff.

Der Präsident der Volkssolidarität fordert, eine schnelle Einführung der Grundrente, um den Effekt abzumildern. Da im Osten der Niedriglohnsektor überdurchschnittlich groß sei, würden von der Grundrente besonders viele Beschäftigte profitieren. Der SPD-Vorschlag sieht vor, Geringverdiener bei der Berechnung der Rente besserzustellen.

Höhere Einkommen nicht berücksichtigt

Gleichzeitig sei die Grundrente jedoch kein Ersatz für die Abschaffung des Nachteilsausgleichs, da auch Beschäftigte höheren Einkommen betroffen seien, warnt der Präsident der Volkssolidarität weiter. Friedersdorff fordert die Bundesregierung auf, eine Folgenabschätzung ihres Vorhabens vorzulegen.

Seit der Wiedervereinigung werden die Entgelte der Beschäftigten in Ostdeutschland um einen jährlich neu bestimmten Faktor aufgewertet, um ihre Rentenansprüche zu berechnen. Damit soll ihnen im Alter keine Nachteile aus dem Lohngefälle zwischen Ost und West entstehen. Bis zum Januar 2025 soll dieser Nachteilsausgleich nun auf null sinken. Höhere Löhne im Osten erwartet die Volkssolidarität in diesem Zeitraum aber nicht. Der Verband rechnet daher damit, dass die Rentenansprüche im Osten spürbar absinken. rv

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