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Finanzhilfen
Aktualisiert am 15.04.2020 - 11:36

„Staat soll für gemeinnützige Unternehmen bürgen“

Die Bank für Sozialwirtschaft fordert, gemeinnützige Träger bei der Vergabe von Notkrediten zu berücksichtigen. Einzelne Bereiche der Sozialwirtschaft seien in der Coronakrise bisher ungeschützt.

  • Gemeinnützige Träger sollen nach Auffassung der Bank für Sozialwirtschaft Bürgschaften des Bundes erhalten.
  • Schutzschirme ließen Teilbereiche der Sozialwirtschaft außen vor.
  • KfW-Kredite sollten auch Kureinrichtungen, Inklusionsbetrieben und Jugendherbergen offenstehen.

Gemeinnützigen Träger haben noch keinen der Zugang zu Bürgschaften des Bundes. Das kritisiert die Bank für Sozialwirtschaft in einer Stellungnahme. Bisher könnten nur gewerbliche Unternehmen die KfW-Schutzschirmkrediten beanspruchen. „Dies sollte dringend geändert werden“, fordert Vorstandsvorsitzender Harald Schmitz.

Bisherige Maßnahmen reichen nicht aus

Die bisherigen Schutzschirme für Krankenhäuser, die Pflege sowie für andere soziale Einrichtungen wie der Behindertenhilfe ließen einzelne Bereiche der Sozialwirtschaft aus. Eltern-Kind-Kureinrichtungen, verschiedene Inklusionsbetriebe und Jugendherbergen seien nach wie vor nicht abgedeckt.

Bürgschaften sollen begrenzte Rücklagen ausgleichen

„Gemeinnützige Unternehmen dürfen nur sehr eingeschränkt Rücklagen bilden und haben selten hohe Liquiditätsreserven“, sagt Schmitz. So fürchtet er, dass viele gemeinnützige Unternehmen die Krise nicht überleben. „Um die Zahlungsfähigkeit der Unternehmen zu erhalten sind Bürgschaften, wie sie den privat-gewerblichen Anbietern zur Verfügung stehen, notwendig“, fordert er.

Die Bank für Sozialwirtschaft richtet sich an institutionelle Kunden aus der Sozial- und Gesundheitswirtschaft. Mit einer Bilanzsumme von jährlich 8,7 Milliarden Euro zählt sie sich zu den zehn größten Genossenschaftsbanken in Deutschland. ols

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