Datenschutz

Paritätischer warnt vor Missbrauch von Gesundheitsdaten

„Große Datenbanken sind eine Einladung an Hacker und Datendiebe“, sagt Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbands. Das Digitale-Versorgung-Gesetz weise Lücken auf.

Vorsitzender Rosenbrock © Paritätischer Gesamtverband

  • Patienten sollten der Verwendung ihrer Daten widersprechen dürfen, fordert Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen.
  • Das Widerspruchsrecht sollte im Digitale-Versorgung-Gesetz verankert werden.
  • Informationelle Selbstbestimmung habe Vorrang.

Der Paritätische kritisiert das Digitale-Versorgung-Gesetz und warnt vor möglichem massivem Datenmissbrauch. Große Datenbanken mit hochsensiblen persönlichen Gesundheitsdaten seien eine Einladung an Hacker und Datendiebe. Zwar würde dieser Datenpool die Forschung stärken, aber Patienten sollten trotzdem einer Nutzung ihrer Daten widersprechen können, fordert Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbands.

Debatte um Datenschutz weiter führen

„Der Gesetzgeber hat die informationelle Selbstbestimmung mit Blick auf Gesundheitsdaten zu wahren“, sagt Rosenbrock. Eine Möglichkeit zum Widerspruch sehe der Gesetzesentwurf aber nicht vor.

Das Digitale-Versorgung-Gesetz ist am 7. November vom Bundestag verabschiedet wurden. Durch das Gesetz können Ärzte Gesundheits-Apps verschreiben, die elektronische Patientenakte wird verpflichtend und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sowie Rezepte sollen elektronisch verschickt werden. rv

 

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