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Corona
Aktualisiert am 18.03.2020 - 13:14

Paritätischer warnt vor Insolvenz-Welle

Paritäter-Hauptgeschäftsführer Schneider © Die Hoffotografen GmbH Berlin

Ohne staatliche Hilfen könnte in kurzer Zeit eine Welle von Insolvenzen den gemeinnützigen Sektor erfassen, warnt Ulrich Schneider. Der Geschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands sieht eine Lösung.

  • Soziale Einrichtungen sind nicht auf längere Schließungen vorbereitet, warnt Paritäter-Chef Ulrich Schneider.
  • Kredite würden zu einer Überschuldung und Konkurs führen.
  • Die Refinanzierung solle die nächsten Wochen auch nach der Schließung von Einrichtungen weiterlaufen.

Der Paritätische Gesamtverband fordert umfassende Finanzhilfen für gemeinnützige Einrichtungen und Anbieter sozialer Dienstleistungen. Diese könnten keine Risikorücklagen bilden. „Auf möglicherweise längere Schließungen oder Ausfallzeiten können gemeinnützige Einrichtungen strukturell nicht vorbereitet sein“, sagt Ulrich Schneider, Geschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. Kredite würden zu einer Überschuldung und zum Konkurs der Einrichtungen führen.

Das gesamte Spektrum ist betroffen

Deshalb solle grundsätzlich die Finanzierung für die Einrichtungen weiterlaufen, unabhängig von Ausfällen oder Schließungen. Es gehe um die Aufrechterhaltung der sozialen Daseinsfürsorge. Betroffen seien das gesamte Spektrum der sozialen Arbeit, Werkstätten, Kindergärten, Beratungsstellen, Reha-Einrichtungen, Jugendzentren und Pflegeeinrichtungen. Wenn jetzt nicht gegengesteuert würde, werde gewachsene Infrastruktur zerstört. „Dann könnte in einem Monat vielleicht der Coronavirus weg sein, aber mit ihm gleich auch der Kindergarten oder die Behinderteneinrichtung“, sagt Schneider. rv

 

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