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Armut
Aktualisiert am 31.07.2008 - 17:07

Paritäter: Arbeitsmarktpolitik zementiert Armut

Der Geschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Werner Hesse, kritisiert den Sparkurs von Bundesregierung und Bundesagentur für Arbeit bei der aktiven Arbeitslosenförderung.

BERLIN - Er gehe vor allem zu Lasten der Langzeitarbeitslosen. „Trotz einer leichten Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt kann von einer generellen Entspannung für alle Gruppen nicht gesprochen werden“, betont Werner Hesse. So sei die Zahl der Langzeitarbeitslosen nach wie vor dramatisch hoch.

Durch die Einsparungen würden mehr als drei Millionen Menschen dauerhaft an den Rand der Gesellschaft gedrängt. „Es wird billigend in Kauf genommen, dass 3,2 Millionen Langzeitarbeitslose und ihre Familien durch das Fördernetz fallen und in Armut verbleiben“, kritisiert Hesse. Angesichts dieser Tatsache sei es verantwortungslos, Kürzungen um fast ein Viertel der Mittel mit gestiegener Effizienz und Effektivität der Fördermaßnahmen zu rechtfertigen, so der Geschäftsführer der Paritäter weiter.

Der Verband fordert die Bundesregierung daher auf, von weiteren Kürzungen abzusehen. „Die Forderung der Unions-Bundestagsfraktion, im Zuge der anstehenden Arbeitsmarktreform zusätzliche drei Milliarden weg zu kürzen, ist zynisch“, wettert Hesse.

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