Leiharbeiter

Leiharbeiter müssen öfter aufstocken

Beschäftigte von Leiharbeitsfirmen müssen ihr Einkommen häufiger über das Arbeitslosengeld II (Alg II) aufstocken als andere Arbeitnehmer.

BERLIN - Die Bundesregierung schreibt in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion unter Verweis auf eine Auswertung der Bundesagentur für Arbeit (BA), dass im September 2007 91.000 sozialversicherungsversicherungspflichtig Beschäftigte in der Leiharbeitsbranche gleichzeitig Alg II bezogen. Das seien 12,6 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigen in diesem Wirtschaftsbereich gewesen im Vergleich zu 2,8 Prozent in allen Wirtschaftsbereichen. Von den 91.000 Beschäftigten seien 84.000 Vollzeit- und 7.000 Teilzeitkräfte gewesen.

Weiter führt die Regierung aus, nach der BA-Statistik zur Arbeitnehmerüberlassung seien die Arbeitsverhältnisse zwischen Verleihern und Leiharbeitnehmern überwiegend von kurzer Dauer. Von den mehr als 410.000 im ersten Halbjahr 2007 beendeten Arbeitsverhältnissen zwischen Verleihern und Leiharbeitnehmern dauerten rund 55 Prozent weniger als drei Monate, davon dauerten fast 13 Prozent weniger als eine Woche.

Auf die Frage der Linksfraktion, wie die Bundesregierung die Gewährung von Lohnkostenzuschüssen für die Vermittlung in Leiharbeit beurteilt, "wenn dadurch auch der Abbau von Stammarbeitsplätzen" gefördert werde, heißt es, grundsätzlich seien Zeitarbeitsunternehmen und Arbeitgeber anderer Branchen gleich zu behandeln. Der Anteil der Leiharbeitnehmer an allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten betrage nur rund 2,4 Prozent und die durchschnittliche Dauer der Arbeitsverhältnisse liege bei rund drei Monaten. Dies spreche dagegen, "dass die Verdrängung von Stammbelegschaften durch Leiharbeitnehmer eine weit verbreitete Unternehmensstrategie ist", betont die Regierung.

zurück | drucken

Artikel weiterempfehlen

Frage des Monats

Viele Krankenhäuser haben mit erheblichen Defiziten zu kämpfen, vielen droht das Aus. Welche Kliniken werden Ihrer Meinung nach am meisten unter dem Strukturwandel leiden?

Kommunale

Freigemeinnützige

Private


Ergebnisse

Die aktuelle Ausgabe

Titelthema: Compliance

■ Regeln einhalten ■ Reputation schützen ■ Risiken minimieren

weiter

Leider falsch - wir korrigieren

Alle Menschen machen Fehler – bei Journalisten sind sie leider gleich gedruckt. Manchmal rutscht uns eine missglückte Formulierung durch, manchmal eine falsche Zahl. Das tut uns leid. Hier finden Sie die Korrekturen.

Probleme auf der Webseite?

Falsche Darstellung, fehlerhafter Link, fehlende Funktion? Bitte melden Sie Probleme mit der Webseite unserem Administrator. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe! Fehler melden

 

Unser Wohlfahrt Intern E-Paper

Lesen Sie Wohlfahrt Intern jetzt auch als E-Paper

E-Paper hier öffnen

Seite weiterempfehlen