Integration

Integration: Caritas will Regierung in die Pflicht nehmen

Bekannte Defizite anzugehen und Beispiele guter Praxis umzusetzen, so lautet die Forderung der Caritas an den Integrationsgipfel der Bundesregierung. Der Wohlfahrtsverband will jedoch Merkel & Co. stärker als bislang in die Pflicht nehmen. Er dürfe für das Scheitern bisheriger Integrationsversuche nicht allein die ausländischen Mitbürger verantwortlich machen.

BERLIN - So sei aus Perspektive des katholischen Wohlfahrtsverbandes nicht nachvollziehbar, wie die Bundesregierung von einer erheblichen Zahl so genannter Integrationsverweigerer sprechen könne, ohne Zahlen oder Belege vorzulegen. Auch die angekündigte Gesetzesänderung, nach der eine Aufenthaltsgenehmigung abhängig gemacht werde vom Stand der Integration, sei kritisch zu sehen. Integration werde dadurch, so die Caritas, auf die Teilnahme an einem Integrationskurs reduziert.

Auch der Deutsche Caritasverband hält das Erlernen der deutschen Sprache für einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Integration. Rund 600.000 Menschen machten Integrationskurse, zumeist freiwillig und oft auf eigene Kosten. Wegen des hohen Zuspruchs müssten derzeit viele potentielle Teilnehmer Wartezeiten von bis zu neun Monaten in Kauf nehmen. „Vor diesem Hintergrund brauchen wir hier keine weiteren Sanktionen. Vielmehr sollte es ein Ergebnis des Integrationsgipfels sein, dass sich die Beteiligten auf Rahmenbedingungen verständigen, die jedem Interessierten die zeitnahe Teilnahme an diesen Kursen ermöglichen“, so Neher. 

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