Flüchtlingshilfe

EU muss Seenotrettung ermöglichen

Die EU müsse Schutzsuchenden ein faires Asylverfahren gewähren, sagt Diakonie Präsident Ulrich Lilie. Die Pflicht zur Seenotrettung sei Völkerrecht.

Präsident Lilie © Thomas Meyer/Ostkreuz

BERLIN – "Die Seenotrettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer zu beenden, kommt einem moralischen Offenbarungseid gleich“, so der Diakonie-Präsident weiter. Statt Asylverfahren zu ermöglichen, setze die EU immer stärker auf Abschottung und Abschreckung. „Dass sie dabei tausendfaches Sterben billigend in Kauf nimmt, ist nicht hinnehmbar“, so Lilie. Das Recht auf Leben sei nicht verhandelbar.

Mehr als 250 Organisationen unterzeichnen offenen Brief

Die Diakonie forderte Bundeskanzlerin Merkel gemeinsam mit mehr als 250 Organisationen in einem offenen Brief zum Handeln auf. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem auch Caritas, Paritäter, AWO, Pro Asyl, Ärzte ohne Grenzen, Amnesty International sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund.

Die Organisationen fordern eine Neuausrichtung der deutschen und europäischen Politik. Es sei ein Skandal, dass zivile Helferinnen und Helfer kriminalisiert würden, heißt es in dem Brief. Diese Politik müsse beendet werden, denn sie bedrohe nicht nur das Leben von Menschen, sie beschädige auch das Vertrauen in den Rechtsraum und die Handlungsfähigkeit der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten. br

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