Wohnungslosenhilfe

Einführung bundesweiter Wohnungslosenstatistik geht nicht weit genug

Zwar lobt der AWO Bundesverband den Entwurf für eine bundesweite Wohnungslosenstatistik des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Trotzdem gebe es Lücken in der Erfassung von Wohnungslosen.

  • Der Bundesverband begrüßt einen Entwurf des BMAS zur systematischen bundesweiten Erfassung von Obdachlosigkeit. Dafür sollen Daten von allen Personen, die in Unterkünften der Obdachlosenhilfe untergebracht sind, erfasst werden. 

  • Die Daten sollen an das statistische Bundesamt, das BMAS und die Statistikbehörden der Länder weiterfließen.

  • Die AWO fordert, auch diejenigen Obdachlosen zu erfassen, die nicht in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe untergebracht sind.   

Vom Entwurf für eine bundesweite Wohnungslosenstatistik seien nicht alle Obdachlosen erfasst, kritisiert, der AWO Bundesverband in einer Stellungnahme. Personen, die bei Bekannten wohnten oder auf der Straße lebten, fielen durch das Raster. Gerade diese seien jedoch von besonders harten Lebensumständen betroffen. Die AWO fordert daher Straßenzählungen als Ergänzung. Auch sollten obdachlose Frauen nach der Situation ihrer Kinder und die Dauer der Wohnungslosigkeit befragt werden.

Grundlage für weitere Hilfen

Insgesamt begrüßt die AWO eine systematische Erfassung von Obdachlosigkeit. „Eine einheitliche Verankerung auf bundesgesetzlicher Ebene ist begrüßenswert, um für alle Bundesländer gleiche Maßnahmen und Unterstützungsmöglichkeiten abzuleiten“, heißt es in der Stellungnahme. Daraus ließen sich Wohnungsbedarfsprognosen erstellen und auch auf kommunaler Ebene bessere Wohnungsnotfallhilfen planen.

Regierung plant länderübergreifende Erfassung

Die neue Statistik soll der Armuts- und Reichtumsberichterstattung wie auch politischen Maßnahmen eine fundierte Grundlage liefern. Dazu will die Bundesregierung unter anderem das Geschlecht, das Geburtsdatum und die Staatsangehörigkeit von Personen erheben, denen wegen Wohnungslosigkeit Räume zur Verfügung gestellt wurden. Die zuständigen Stellen sollen die Daten an das statistische Bundesamt übermitteln, das die Daten an das Bundesarbeitsministerium und die Statistikbehörden der Länder weiterreicht.

Der AWO Bundesverband vertritt die fachpolitischen Interessen des Gesamtverbandes auf der bundespolitischen und der europäischen Ebene. Die AWO verfügt bundesweit über 211.727 hauptamtliche und 65.629 ehrenamtliche Mitarbeitende. jh

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