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Langzeitarbeitslose
Aktualisiert am 29.11.2010 - 09:26

Caritas und Diakonie appellieren gegen Kürzungen

Gemeinsam fordern der Deutsche Caritasverband (DCV) und das Diakonische Werk der EKD den Bundestag auf, die Mittel für Eingliederungshilfen für langzeitarbeitslose Menschen nicht zu kürzen. Die Kritik der beiden kirchlichen Wohlfahrtsverbände: Im Haushaltsentwurf des Bundestages ist ab 2011 weniger Geld für Leistungen zur Eingliederung in Arbeit vorgesehen.

BERLIN - „Die umfassenden  Mittelkürzungen gehen zu Lasten der  Menschen, die nicht von der besseren Situation auf dem Arbeitsmarkt profitieren", kritisiert Caritas-Präsident Peter Neher, „um zu erreichen, dass diese Menschen wieder eine Chance auf sinnstiftende Arbeit und damit gesellschaftliche Teilhabe erhalten, ist eine umfassende Aktivierung nötig, die entsprechende Maßnahmen erfordert."

Von Diakonieseite kommt die Kritik, dass jetzt schon in der Praxis zu sehen sei, dass Personen mit besonderen Vermittlungshemmnissen wie beispielsweise fehlenden Abschlüssen oder einer Suchterkrankung die Verlierer dieser Kürzungen seien. „Gerade diese Gruppe braucht individuell angepasste Eingliederungskonzepte, um langfristig wieder in Arbeit zu kommen", sagt Kerstin Griese, sozialpolitischer Vorstand des Diakonischen Werkes der EKD.

Caritas und Diakonie fordern, dass die Kürzungen des Eingliederungstitels nicht umgesetzt werden. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: „Wenn wir langfristig erreichen wollen, dass Menschen in verfestigter Arbeitslosigkeit wieder am Arbeitsleben teilhaben, brauchen wir eher mehr Investitionen in Weiterbildung und Qualifikation, aber auch sinnvolle Beschäftigung.“

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