Langzeitarbeitslose

Caritas und Diakonie appellieren gegen Kürzungen

Gemeinsam fordern der Deutsche Caritasverband (DCV) und das Diakonische Werk der EKD den Bundestag auf, die Mittel für Eingliederungshilfen für langzeitarbeitslose Menschen nicht zu kürzen. Die Kritik der beiden kirchlichen Wohlfahrtsverbände: Im Haushaltsentwurf des Bundestages ist ab 2011 weniger Geld für Leistungen zur Eingliederung in Arbeit vorgesehen.

BERLIN - „Die umfassenden  Mittelkürzungen gehen zu Lasten der  Menschen, die nicht von der besseren Situation auf dem Arbeitsmarkt profitieren", kritisiert Caritas-Präsident Peter Neher, „um zu erreichen, dass diese Menschen wieder eine Chance auf sinnstiftende Arbeit und damit gesellschaftliche Teilhabe erhalten, ist eine umfassende Aktivierung nötig, die entsprechende Maßnahmen erfordert."

Von Diakonieseite kommt die Kritik, dass jetzt schon in der Praxis zu sehen sei, dass Personen mit besonderen Vermittlungshemmnissen wie beispielsweise fehlenden Abschlüssen oder einer Suchterkrankung die Verlierer dieser Kürzungen seien. „Gerade diese Gruppe braucht individuell angepasste Eingliederungskonzepte, um langfristig wieder in Arbeit zu kommen", sagt Kerstin Griese, sozialpolitischer Vorstand des Diakonischen Werkes der EKD.

Caritas und Diakonie fordern, dass die Kürzungen des Eingliederungstitels nicht umgesetzt werden. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: „Wenn wir langfristig erreichen wollen, dass Menschen in verfestigter Arbeitslosigkeit wieder am Arbeitsleben teilhaben, brauchen wir eher mehr Investitionen in Weiterbildung und Qualifikation, aber auch sinnvolle Beschäftigung.“

zurück | drucken

Artikel weiterempfehlen

Frage des Monats

Gegen die AWO in Frankfurt und Wiesbaden laufen weitreichende Ermittlungen wegen Vetternwirtschaft, unangemessenen Gehältern und mangelnder Kontrolle. Was meinen Sie: Ist das Geschäftsgebaren der AWO-Kreisverbände typisch für die Branche oder die Ausnahme?

Typisch

Ausnahme

Keine Meinung


Ergebnisse

Die aktuelle Ausgabe

Titelthema: Strategie wechseln

Wie Sozialunternehmen den Schwung neuer Trends und Entwicklungen nutzen

weiter

Leider falsch - wir korrigieren

Alle Menschen machen Fehler – bei Journalisten sind sie leider gleich gedruckt. Manchmal rutscht uns eine missglückte Formulierung durch, manchmal eine falsche Zahl. Das tut uns leid. Hier finden Sie die Korrekturen.

Probleme auf der Webseite?

Falsche Darstellung, fehlerhafter Link, fehlende Funktion? Bitte melden Sie Probleme mit der Webseite unserem Administrator. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe! Fehler melden

 

Unser Wohlfahrt Intern E-Paper

Lesen Sie Wohlfahrt Intern jetzt auch als E-Paper

E-Paper hier öffnen

Seite weiterempfehlen