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Arbeitsloseninitiative
Aktualisiert am 16.09.2008 - 13:51

Arbeitsloseninitiative: Neugründung nach Verbandspleite

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen will einen neuen Interessensverband gründen. „Der Wille und die Notwendigkeit für einen Neuanfang sind da.“, sagt der BAG-Vorsitzende Andreas Geiger.

FRANKFURT/MAIN - Am Wochenende trafen sich Vertreterinnen und Vertretern von Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen, wie dem Arbeitslosenverband Deutschland und dem Aktionsbündnis Sozialproteste, um einen Neuanfang zu diskutieren. Geiger hat auch Gewerkschaften  und Wohlfahrtsverbände aufgefordert, die Initiative zu unterstützen. Wenn alles gut läuft, sollen auf einem weiteren Treffen im November Nägel mit Köpfen gemacht werden. „Dort kann der Grundstein für eine neue, bundesweit aktive, unabhängige Interessenvertretung gelegt werden“, sagt Geiger.

Grund für die Initiative ist die Pleite der Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen. Der Verband hat zwischen 2005 und 2006 Schulden von 44000 Euro angehäuft. Das Geld stammte vom Bundessozialministerium und war zweckgebunden. Die Organisation konnte jedoch nicht nachweisen, dass das Geld auch zweckgebunden eingesetzt wurde. Inzwischen wurde der Vorstand zwar ausgetauscht, trotzdem verlangt das Ministerium die Zuschüsse zurück – inklusive Zinsen. Jetzt sind Verbände und soziale Einrichtungen aufgerufen, die dadurch entstehende Lücke zu schließen.

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