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Zivildienst
Aktualisiert am 03.12.2008 - 09:38

Zivildienst soll Lerndienst werden

Aus dem Zivildienst soll ein "Lerndienst" werden. Einem Gesetzentwurf der Bundesregierung zufolge sollen die im Zivildienst erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten auf Ausbildungs- und Studienzeiten besser angerechnet werden können.

BERLIN - Dazu beitragen sollen unter anderem ein qualifiziertes Zeugnis am Ende der Dienstzeit sowie Veränderungen bei begleitenden Bildungsmaßnahmen. Die bisherigen Einführungslehrgänge werden dem Gesetzentwurf zufolge zu kürzeren dienstbegleitenden Seminaren weiterentwickelt. Ein eintägiges Informationsseminar zu Beginn des Zivildienstes soll über wesentliche Rechte und Pflichten sowie Geld- und Sachbezüge aufklären. Dazu kommen ein viertägiges Seminar zur politischen Bildung, ein Seminar zur Förderung sozialer Kompetenzen über fünf Tage, eventuell fachspezifische Fortbildungen und entweder die regelmäßige Teilnahme an einer Reflexionsgruppe oder ein dreitägiges Reflexions-Seminar. Um den Aspekt "bürgerschaftliches Engagement" des Zivildienstes herauszustellen, will die Regierung das Verbot streichen, Zivildienst bei einer Institution abzuleisten, bei der man schon vorher ehrenamtlich engagiert war.

Wer ein Unternehmen gründen oder übernehmen will, bekommt für die Einstellung eines neuen sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiters einen Teil der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen. Ferner sollen künftig auch Fortbildungen in der ambulanten und stationären Altenpflege förderfähig sein genau wie Aufstiegsfortbildungen zum Erzieher. Die Mehrkosten, die durch die Novellierung des Gesetzes entstehen, schätzt die Regierung auf 29,4 Millionen Euro. Im Jahr 2007 kostete die Förderung im Rahmen des AFBG bei 134.000 Geförderten rund 153,6 Millionen Euro.

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