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Engagement
Aktualisiert am 19.06.2008 - 16:52

Paritäter: Politik hemmt bürgerliches Engagement

Bürokratischen Hürden sowie mangelhafte finanzielle und organisatorische Unterstützung erschweren bürgerliches Engagement.

POTSDAM - Das stellten Projektvertreter auf der Fachtagung „Bürger gestalten“ in Potsdam heraus. „Mitwirkungsrechte werden zunehmend ignoriert. Die Beteiligung von Bürgern wird eher als Belästigung empfunden; engagierte Bürger wie Gegner behandelt“, kritisiert Wolfgang Mädlow Geschäftsführer des Naturschutzbunds Brandenburg.

Bei der Tagung wurden allerdings auch Beispiele genannt, in denen Bürger ihre Ideen umsetzen konnten. So werde in Brieselang der Straßenausbau durch freiwillige Beteiligung der Anwohner bezahlt und das Spreeufer in Fürstenwalde von Bürgern renaturiert. In Belzig fahre ein so genannter „Bürgerbus“ zur Ergänzung des Angebots öffentlicher Verkehrsmittel. Dazu der Vorstand des Paritätischen Brandenburg, Andreas Kaczynski: „Kaum etwas macht eine Stadt, einen Ortsteil lebendiger und lebenswerter als aktive Bürger.“

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Brandenburg und der Förderverein Haus der Natur richteten die Tagung in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen aus. Thematischer Kern war die Beteiligung von Bürgern bei der politischen Willensbildung etwa zu Fragen des Umweltschutzes, der Familienfreundlichkeit von Kommunen oder des Umbaus ganzer Stadtteile. „Thema war nicht nur das klassische Ehrenamt“, ergänzt Kaczynski.

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