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Organisationsstruktur
Aktualisiert am 25.08.2008 - 09:17

Malteser: Haupt- und Ehrenamt wieder zusammen

Die Malteser in Nordrhein-Westfalen arbeiten in einer neuen Struktur. Folge: Haupt- und Ehrenamt sind nicht mehr so strikt voneinander abgeschottet wie zuvor.

DÜSSELDORF - Das geht aus einem Interview der Zeitschrift „Caritas in NRW“ mit Oliver Mirring hervor. Der Landes- und Regionalgeschäftsführer der Malteser in NRW erläutert darin, warum die beiden Bereiche vor einigen Jahren erst getrennt worden sind und jetzt wieder zusammengefasst werden. Mirring: „Die ehrenamtlichen Dienste wie zum Beispiel Jugendarbeit, Katastrophenschutzarbeit, Ausbildung blieben in der klassischen Struktur eines e.V.“ Der wirtschaftliche Bereich dagegen wurde wegen wirtschaftlicher Schwächen über drei Jahre lang saniert. „Wir haben uns im Hauptamt auf unsere Grundsäulen, auf den Rettungsdienst, Krankentransport, Mahlzeitendienst, Hausnotruf, konzentriert. Alles drum herum haben wir weggeschnitten.“ Das sei auch mit Entlassungen verbunden gewesen.

Die neue Struktur habe sich wirtschaftlich positiv ausgewirkt: „Wir schreiben mittlerweile in Haupt- und Ehrenamt schwarze Zahlen“, erklärt Mirring. Organisatorisch ist diese Trennung allerdings nicht derart positiv verlaufen. „Letztendlich sind Parallelstrukturen entstanden“, räumt der NRW-Geschäftsführer ein. Zum Beispiel hätten Haupt- und Ehrenamtliche nicht mehr viel voneinander gewusst. „Dann legt ein ehrenamtlicher Stadtbeauftragter vor der Presse seine Jahresbilanz vor und vergisst völlig, dass da eine Rettungswache ist, die im Jahr 24000 Einsätze fährt.“

Zum 1. Januar dieses Jahren hätten die Malteser die Ämter wieder zusammengeführt. „Die, die früher parallel gearbeitet haben, hat man jetzt wieder auf Führungsebene zusammengebunden.“ Gut angekommen scheint das System nicht zu sein: „Es gibt Reibungspunkte, besonders an den Schnittstellen.“

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