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Aktualisiert am 27.02.2020 - 16:13

DRK warnt vor Fachkräftemangel

DRK-Präsidentin Hasselfeldt © Michael Handelmann / DRK

DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt fürchtet eine Eskalation des Fachkräftemangels in Kitas. Schuld ist nicht nur der steigende Bedarf an Plätzen.

  • Bis 2025 werden 330.000 Stellen in der Kinderbetreuung fehlen, warnt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

  • Eine bundesweit einheitliche Ausbildung mit fairer Vergütung soll mehr Fachkräfte anziehen.

  • Quereinsteiger könnten helfen, die Personallücken zu schließen.

Der Fachkräftemangel in der Kinderbetreuung wird sich verschärfen, erwartet DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Es mangele an pädagogischen Fachkräften in allen Bereichen. Einrichtungen wie Kitas, Horte und Ganztagsschulen seien genauso betroffen wie Tagesmütter und – väter. „Wir rechnen bis 2025 mit fast 330.000 fehlenden Stellen“, erklärt Hasselfeldt. Schon jetzt benötigten die Einrichtungen mehr Personal, warnt sie.

Ausbildung brauche einheitliche Qualität

Das DRK fordert eine attraktivere Ausbildung für Menschen, die Kinder betreuen. Die Voraussetzungen für den Einstieg müssten über die Bundesländer hinweg vergleichbar sein, Qualitätsstandards einheitlich. Dafür sei zumindest eine bundesweit anerkannte Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher nötig. Zudem will die DRK Quereinsteiger fördern, um den Personalmangel einzudämmen.

Betreuung in Grundschulen wird zunehmen

Privatschulen erheben häufig noch Schulgeld. Die Gebühren für Auszubildende sollten abgeschafft werden, so Hasselfeldt. Außerdem müssten mehr Einrichtungen die Ausbildung vergüten.

Seit 2013 besteht für Kinder unter drei Jahren ein Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz. Inzwischen betreuen bereits mehr Erzieherinnen und Erzieher die rund 818.000 Kinder in den Einrichtungen. Für die Zukunft plant der Bund jedoch einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Zudem sei die Zahl der Geburten wieder gestiegen. Beides erhöhe den Bedarf ein Fachkräften.

Das Deutsche Rote Kreuz ist ein Spitzenverband der Wohlfahrtspflege mit 19 Mitgliedsverbänden auf Länderebene und einem Verband der Schwesternschaften. Das DRK ist im Rettungsdienst und Gesundheitsdienst tätig und betreibt ein Jugendrotkreuz. Zudem unternimmt der Verband Suchdienste, betreibt Altenhilfe und Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Ct

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