Bundesfreiwilligendienst

DRK mahnt den Staat zur Besonnenheit

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) steht dem von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder geplanten Bundesfreiwilligendienst grundsätzlich positiv gegenüber, mahnt den Staat jedoch vor blindem Aktionismus.

BERLIN - „Die Stärkung der Freiwilligendienste ist ein wirklich wichtiges Zeichen für die Zivilgesellschaft“, so  Clemens Graf von Waldburg-Zeil, Generalsekretär des DRK, „wenn der neue Bundesfreiwilligendienst jedoch seine volle Wirkung entfalten soll, muss der Staat sich zurückhalten.“ Er müsse, so Waldburg-Zeil, der Zivilgesellschaft bei der konkreten Ausgestaltung das Ruder überlassen. Nur die Träger könnten gewährleisten, dass sich der Freiwilligendienst und das bereits etablierte Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) nicht gegenseitig kannibalisieren.

Nach eigenen Angaben ist das Deutsche Rote Kreuz mit 10.200 FSJ-Plätzen größter Anbieter von Freiwilligendiensten. Die Hilfsorganisation bereitet sich nun darauf vor, im Jahr 2011 neben 10.000 Plätzen im Freiwilligen Sozialen Jahr auch 10.000 Plätze im Bundesfreiwilligendienst anzubieten.

Dieser soll zum 1. Juli 2011 eingeführt werden. Er steht Frauen und Männern jedes Altes offen – vorausgesetzt, sie haben ihre Schulpflicht bereits erfüllt. Handlungsfelder, so das Bundesfamilienministerium, sind Sport, Integration und Kultur. Schröder erhofft sich rund 35.000 Menschen für diesen Dienst und damit den Wegfall des Zivildienstes zumindest teilweise kompensieren zu können.

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