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Notfallversorgung
Aktualisiert am 26.02.2021 - 13:53

„Zusätzliches Verfahren zu Ersteinschätzung ist nicht nötig“

Geschäftsführerin Rümmelin © kkvd/Kirsten Breustedt

Der Katholische Krankenhausverband Deutschland fordert Nachbesserungen beim Reformvorschlag zur ambulanten Notfallversorgung. Der Vorschlag gehe in die falsche Richtung, sagt Bernadette Rümmelin, Geschäftsführerin des Verbands.

  • Ein Verfahren zur Ersteinschätzung in Krankenhäusern gebe es schon, sagt Bernadette Rümmelin, Geschäftsführerin des Katholischen Krankenhausverbands Deutschland (KKVD).
  • Die Erarbeitung eines zusätzlichen Verfahrens, wie in der Reform vorgeschlagen, würde Aufwand und Kosten nur erhöhen.
  • Stattdessen wäre ein ähnlicher Prozess im niedergelassenen Bereich hilfreich.

Der Reformvorschlag im Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) geht in die falsche Richtung, sagt Bernadette Rümmelin, Geschäftsführerin des KKVD. Der Entwurf sehe vor, ein standardisiertes Ersteinschätzungsverfahren für ambulante Notfallbehandlungen in Krankenhäusern zu entwickeln. Ein solches Verfahren gebe es jedoch bereits und sei verpflichtender Bestandteil der bestehenden Regelungen. „Die Erarbeitung eines zusätzlichen Ersteinschätzungsverfahren wird den Aufwand und die Kosten nur erhöhen und ist daher nicht notwendig“, sagt Rümmelin.

Vorschlag liegt auf dem Tisch

Stattdessen wäre ein strukturierter Prozess im niedergelassenen Bereich hilfreich, sagt die Geschäftsführerin. Es sei unbestritten, dass bei der Notfallversorgung Reformbedarf bestehe. Weiterhin würde in den Notaufnahmen viel Zeit für die Versorgung von Patienten aufgewendet, die gut in Arztpraxen gehen könnten. Ein solcher Vorschlag für ein Notfallleitsystem liege seit 2018 auf dem Tisch. „Daran sollte weitergearbeitet werden und damit könnten sich viele der bestehenden Probleme lösen lassen“, so Rümmelin.

Der KKVD vertritt 262 Krankenhäuser an 345 Standorten. Die Mitglieder des KKVD haben rund 200.000 Mitarbeitende. rv   

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