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Rettungsdienst
Aktualisiert am 15.03.2013 - 08:53

Tarif-Einigung im Spree-Neiße-Kreis

Verdi und die Falck-Tochter Krankentransport Herzig haben ihren Streit um die Entlohnung der Rettungsdienstler im brandenburgischen Spree-Neiße-Kreis gelöst. Die beiden Parteien haben sich auf einen Haustarifvertrag geeinigt, der rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres in Kraft tritt.

COTTBUS – Laut einer gemeinsamen Erklärung von Verdi und Herzig löst der Vertrag den Tarifvertrag ab, den die Gewerkschaft noch im Oktober 2012 mit der DRK Rettungsdienst Spremberg gGmbH geschlossen hatte. Das Rote Kreuz war bis Ende des Jahres 2012 Träger des Rettungsdienstes in Spree-Neiße-Kreis. Seit 2013 ist dies Aufgabe von Herzig. Das private Rettungsdienst-Unternehmen hatte sich den Zuschlag in einer Ausschreibung des Kreises gesichert.

Betriebliche Altersvorsorge und Weihnachtsgeld

Der nun ausgehandelte Haustarif sieht vor, dass neben dem monatlichen Entgelt, dem Erholungsurlaub und den Zeitzuschlägen alle Beschäftigten eine betriebliche Altersversorgung sowie eine Jahressonderzahlung in Form von Weihnachtsgeld erhalten. Beide Seiten betonen, dass kein Mitarbeiter weniger verdiene als zur Vergabeentscheidung im Juni 2012.

Streit um Betriebsübergang

Entzündet hatte sich der Streit um die Entlohnung der ehemaligen Mitarbeiter der DRK Rettungsdienst Spremberg gGmbH an der Frage, ob es sich beim Wechsel des Rettungsdienstanbieters um einen Betriebsübergang handele. In diesem Fall nämlich stünde ihnen das Recht zu, mindestens ein Jahr lang zu denselben Konditionen wie bislang weiterbeschäftigt zu werden – eben nach dem im Oktober ausgehandelten Tarif.



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