Rettungsdienst

Hamburger DRK kritisiert neue Vergaberegeln

Das Hamburger DRK hadert mit der Neuregelung zur Ausschreibung des Rettungsdienstes in der Hansestadt. Ein Bereich gerate besonders in Gefahr.

  • DRK Hamburg übt Kritik am neuen Vergabesystem im Rettungsdienst.
  • Hilfsorganisationen würden bei Großveranstaltungen ausgebremst.
  • Landesverband befürchtet den Weggang vieler Ehrenamtler.

So sehe das Vergabeverfahren für die Hilfsorganisationen eine nur noch stark eingeschränkte Beteiligung an der Notfallrettung bei Großveranstaltungen vor. Der Senat veranschlage qua Ausschreibung bloß noch rund 1.600 Stunden für sogenannte Sonderbedarfe für sportliche Großveranstaltungen, Volks- und Stadtteilfeste für den Rettungsdienst der Hilfsorganisationen.

Einsatzstunden bei Großveranstaltungen halbieren sich

Allein im zurückliegenden Jahr sei der Anteil der geleisteten Einsatzstunden an der Notfallrettung für Sonderbedarfe doppelt so hoch gewesen, so Georg Kamp, Vorstand des DRK Landesverbandes Hamburg. „Diese Einsätze erfolgen nicht zum Selbstzweck, sondern dienen dazu, unsere Ehrenamtlichen trainiert zu halten, um bei Großschadenlagen und Katastrophen der Bevölkerung adäquat Hilfe zu leisten“, sagt Kamp.

Ehrenamtler verlieren die Praxis

Seine Befürchtung: Ehrenamtliche Rettungssanitäter-Azubis hätten in Zukunft kaum noch die Gelegenheit, ihr Wissen in die Praxis umzusetzen. So sei zu befürchten, dass die Freiwilligen dem Katastrophenschutz ganz den Rücken kehren würden.

Der DRK Landesverband Hamburg beschäftigt rund 2.000 hauptamtliche und 1.000 ehrenamtliche Mitarbeiter. Neben Rettungsdienst und Katastrophenschutz betreibt er unter anderem Angebote in der Kinder- und Jugendhilfe, hält Alltagshilfen und Beratungsstellen vor und betreibt einen Suchdienst. ols

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