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Hartz IV
Aktualisiert am 23.06.2009 - 10:12

Paritätischer: Neue Kinderregelsätze sind zu niedrig

Der Paritätische hält die Hartz IV-Sätze für Kinder weiter für zu niedrig und fordert, die Leistungen sofort neu zu bemessen. Je nach Altersgruppe sollten die Sätze um bis zu 36 Prozent angehoben werden.

BERLIN - "Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung zwei Millionen Kinder und ihre Familien in ihrer Armut im Stich lässt und bis 2011 vertröstet", kritisierte Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen.

Es zeuge von Gleichgültigkeit, wenn mit der Neubemessung der Kinderregelsätze gewartet werde, bis in zwei Jahren die Ergebnisse der aktuellen Einkommens- und Verbrauchsstichprobe vorlägen.

89 Euro unter Bedarf


Der Paritätische kritisiert, dass der ab 1. Juli neu geltende Regelsatz im Besonderen für die Altersgruppe der 6 bis unter 14-Jährigen viel zu niedrig sei.
Der Verband hat berechnet, dass der Satz für diese Gruppe um 89 Euro pro Monat unter dem tatsächlichen Bedarf liegt.

Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zur Verfassungsmäßigkeit der geltenden Regelsatzbemessung für Kinder und Jugendliche wird noch in diesem Jahr erwartet.

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