Erziehernotstand

Wohlfahrtsverbände kritisieren Betreuungsausbau

Die Verbände befürchten einen Bildungs- und Erziehernotstand in Deutschland. Der Paritätische Wohlfahrtsverband, das Diakonische Werk der EKD und die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisieren das Vorgehen der Bundesregierung, die sich nur auf die quantitative Verbesserung der Betreuungsangebote konzentriere.

BERLIN - Die Verbände fordern, dass sich die Politik auch mit Fragen der Ausstattung und der Qualität in den Kindertageseinrichtungen befasse. Zwar sei der Ausbau wichtig und richtig, dieser dürfe aber nicht zu Lasten der Qualität gehen, sagte die Vorsitzende des Paritätischen Gesamtverbands, Heidi Merk.
Vielerorts sei die Fachkraft-Kind-Relation nicht ausreichend und eine anspruchsvolle Bildungs- und Erziehungsarbeit unter diesen Bedingungen kaum zu gewährleisten. Um eine bessere Ausbildung zu erreichen haben die Verbände in Kooperation mit der Alice-Salomon-Fachhochschule Berlin ein gemeinsames Forschungsvorhaben gestartet. Die Forscher sollen praxistaugliche Handlungsempfehlungen und Qualitätskriterien für erfolgreiche Bildungs- und Erziehungsarbeit erarbeiten. Erste Ergebnisse werden für November 2008 erwartet.

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