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Kinderarmut
Aktualisiert am 24.09.2019 - 09:33

Reformvorschläge gleichen einer kleinen Revolution

Hauptgeschäftsführer Schneider © Paritätischer Wohlfahrtsverband

Die Vorschläge zur Reform von Kindergeld und Teilhabeleistungen seien ein großer Wurf, sagt Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. Der Verband sieht eine langjährige Forderung endlich umgesetzt.

  • Experten und Verbände haben im Zukunftsdialog mit dem Bundesarbeitsministerium Empfehlungen für den Kampf gegen Kinderarmut erarbeitet.
  • Es solle ein einheitliches und einkommensabhängiges Kindergeld von 389 Euro sowie einen Rechtsanspruch auf Teilhabe im Kinder- und Jugendhilfegesetz geben.
  • Der Paritätische spricht von den Reformvorschlägen als großer Wurf.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband bewertet die Ergebnisse aus dem vom Bundesarbeitsministerium initiierten Zukunftsdialog als kleine Revolution. Zu den Empfehlungen an die Bundesregierung gehören ein einheitliches und einkommensabhängiges Kindergeld von 389 Euro sowie einen Rechtsanspruch auf Teilhabe im Kinder- und Jugendhilfegesetz, den der Paritätische seit Jahren fordere.

Abschied von Teilhabegutscheinen

„Nur ein Rechtsanspruch sorgt dafür, dass auch entsprechende Angebote vorgehalten werden und wirklich jedes Kind, unabhängig von seinem Wohnort, bestmöglich in seiner Entwicklung gefördert wird“, so Paritäterchef Ulrich Schneider. Endlich finde die Bundesregierung den Mut, sich von dem vermurksten Bildungs- und Teilhabepaket zu verabschieden und Schluss zu machen mit dem unsäglichen Stückwerk im Kampf gegen Kinderarmut, so Schneider weiter. Die Teilhabe-Gutscheine seien in der Praxis ins Leere gelaufen und gehörten abgeschafft. Die Regierung müsse nun die Lösungen aus dem Zukunftsdialog ernst nehmen und umsetzen.

Zukunftsdialog als beispielhaft bewertet

Die Reformvorschläge sind das Ergebnis des im September 2018 gestarteten Zukunftsdialog ‚Neue Arbeit – Neue Sicherheit’. Dabei hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales Anliegen von Bürgerinnen sowie Experten und Verbänden befragt. Die Handlungsempfehlungen hat das Ministerium nun vorgelegt. rv

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