Teilhabe für Jugendliche

Neue Regeln für Kinderzuschlag müssen verständlich sein

Eltern können die neuen Regeln zum Kinderzuschlag nicht durchschauen, kritisiert Caritas-Präsident Peter Neher. Weiter sei nötig, die Leistung über die geplanten 185 Euro hinaus zu erhöhen.

Caritas-Präsident Neher © Deutscher Caritasverband

BERLIN – „Bedauerlich sei, dass es bisher nicht gelungen ist, das Instrument Kinderzuschlag für die Betroffenen zu vereinfachen“, kritisiert Neher. Die neu eingeführten Freibetrags- und Anrechnungsregelungen würden nicht dazu führen, dass Familien diese Förderung besser verstehen, befürchtet Neher. Er möchte den Kinderzuschlag so reformiert wissen, dass möglichst viele anspruchsberechtigte Familien ihren Anspruch geltend machen können.

Wohngeldleistungen einbinden

„Langfristig brauchen wir ein Konzept zur Bekämpfung von Kinder- und Familienarmut, in welchem die verschiedenen bestehenden Transferleistungen für Kinder und Familien deutlich besser abgestimmt und möglichst in einem Schritt beantragt werden können“, fordert er. Zudem brauche es eine dynamische Einbindung von Wohngeldleistungen, da gerade in Ballungszentren die Wohnkosten Familien im unteren Einkommensbereich stark belasten.

Gesetz in der Beratung

Mit dem Starke-Familien-Gesetz will das Bundesfamilienministerium Familien mit kleinen Einkommen stärken und damit für die Kinder Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe schaffen. Unter anderem ist geplant, den Kinderzuschlag von 170 auf 185 pro Monat und Kind anzuheben. Darüber hinaus soll das Schulstarterpaket von 100 auf 150 Euro steigen. Die Eigenanteile der Eltern für das gemeinsame Mittagessen in Kita und Schule sowie für die Schülerbeförderung sollen wegfallen. Der Gesetzesentwurf liegt derzeit zur Beratung im Familienausschuss des Bundestages. ols

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