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Kitas in NRW
Aktualisiert am 11.07.2019 - 11:16

Neuausrichtung der Kita-Finanzierung ist nicht gelungen

Vorsitzender Heine-Göttelmann © Diakonie RWL

Die Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen sollen 1,3 Milliarden Euro zusätzlich bekommen. Christian Heine-Göttelmann, Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege im Land, sieht trotzdem große Finanzierungslücken.

  • Die Freie Wohlfahrtspflege hält die Finanzierung von Kitas in NRW für noch nicht ausreichend.
  • Es klaffe eine Lücke von 570 Millionen Euro.
  • Kommunale Träger hätten weiter finanzielle Vorteile gegenüber den freigemeinnützigen Anbietern.

Der Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen, Christian Heine-Göttelmann, kritisiert den Entwurf für eine Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz). „Grundsätzlich bedauern wir, dass eine grundlegende Neuausrichtung nicht gelungen ist“, sagt Heine-Göttelmann. Besonders die finanzielle Entlastung für Kitas reiche nicht aus.

Fehlende Finanzierung kann zu weniger Personal führen

Die größte Lücke sei im Bereich der Sachkosten zu finden. Dort würden den Einrichtungen 570 Millionen Euro fehlen. Diese Lücke könne zu Lasten des Personals in den Kitas gehen. Weiter fehle die finanzielle Grundlage, um Kita-Leitungen für ihre Führungsaufgaben freizustellen.

Außerdem kritisiert die freie Wohlfahrtspflege, dass kommunale gegenüber freigemeinnützigen Trägern bessergestellt würden. Sie würden zusätzliche Landesmittel erhalten und müssten niedrigere Eigenanteile aufbringen.

Beitragsfreiheit sieht der Verband kritisch

Auch die geplante Beitragsfreiheit für ein zweites Kindergartenjahr sieht die Freie Wohlfahrtspflege kritisch. Die Mittel dafür stammten aus dem Gute-Kita-Gesetz, seien jedoch besser in Betreuungsqualität investiert, so der Verband. rv

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