Kitas

Kommunale Einrichtungen haben Wettbewerbsvorteile

Freigemeinnützige Kitas hätten einen Nachteil bei der Finanzierung neuer Kita-Angebote. Die Paritäter in Baden-Württemberg machen einen Vorschlag zur Waffengleichheit.

  • Freigemeinnützige Träger können ihr Kita-Angebot nur schwer erweitern

  • Erweiterungen seien nur über höhere Elternbeiträge zu finanzieren

  • Verband fordert vollständige Finanzierung neuer Angebote durch die Kommune

Elterninitiativen gründen kaum neue Kitas

Kommunale Kitas hätten einen finanziellen Vorteil gegenüber freigemeinnützigen Einrichtungen, kritisiert der Paritätische Landesverband in Baden-Württemberg. So würde etwa die Stadt Mannheim eigenen Kitas beim Ausbau oder bei der Finanzierung neuer Angebote helfen. Die freien Träger seien dagegen gezwungen, den Eigenanteil für Erweiterungen oder neue Kitas auf die Elternbeiträge umzulegen.

„Viele Kindertageseinrichtungen in freier gemeinnütziger Trägerschaft können ihr Angebot nicht erweitern und auch neue von Elterninitiativen getragene Kitas wurden seit den 90er Jahren nicht mehr gegründet, da die Finanzierung in Mannheim unzureichend ist“, sagt Feray Sahin, Bereichsleitung Kinder, Familie und Migration beim Landesverband.

Mehr Qualität nur mit mehr Geld

Die Paritäter fordern eine vollständige Refinanzierung und den Eigenanteil freigemeinnütziger Kitas abzuschaffen. Nur so könnten sie den staatlichen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz und die Steigerung der Qualität in der Kinderbetreuung sichern, teilt der Verband mit. ols

Quelle: Paritätischer LV Baden-Württemberg

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