Armutsrisiko

Kinder haben in der EU erhöhtes Armutsrisiko

Kinder sind in der Europäischen Union stärker von Armut bedroht als Erwachsene. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Kommission hervor. Die Kommission hat das Armutsrisiko von Kindern in allen Staaten der Gemeinschaft untersucht.

BRÜSSEL - Danach waren 19 Prozent der Kinder, aber nur 16 Prozent der Gesamtbevölkerung einem Armutsrisiko ausgesetzt. Dem Bericht zufolge war das Risiko unterschiedlich verteilt: In Dänemark, Finnland, Slowenien, Zypern, Deutschland und Belgien lag der Anteil der armen Kinder unter dem EU-Durchschnitt. In allen anderen Ländern haben Kinder ein überdurchschnittliches Risiko, arm aufzuwachsen. Ein Grund für das höhere Armutsrisiko von Kindern sei die Arbeitslosigkeit der Eltern, so die Autoren. Im EU-Durchschnitt waren 10 Prozent der Kinder  indirekt von Arbeitslosigkeit betroffen. Dabei schwankt dieser Anteil enorm. In Slowenien, Zypern, Griechenland und Luxemburg waren es nur vier Prozent, in Ungarn und im Großbritannien dagegen 14 Prozent. Ein weiterer Grund für Kinderarmut ist das geringe Einkommen der Eltern. 2005 lebten dem Bericht zufolge 13 Prozent der Kinder erwerbstätiger Eltern unterhalb der Armutsgrenze. In den nördlichen EU-Staaten lag der Anteil bei sieben Prozent. In Spanien, Portugal und Polen dagegen waren es über 20 Prozent der Kinder. Zugleich untersuchte die EU-Kommission auch die Wirksamkeit von Sozialleistungen. Im EU-Durchschnitt reduzierten Sozialleistungen die Armutsrisiken von Kindern stärker als für die Gesamtbevölkerung. In Dänemark, Deutschland, Frankreich, Österreich, Slowenien, Finnland und Schweden konnte damit das Armutsrisiko der Kinder um mehr als 55 Prozent gesenkt werden. Nach Ansicht der EU-Kommission liegt das Erfolgsrezept der Länder in einer Mischung aus geringer Arbeitslosigkeit, geringer Erwerbsarmut und sozialen Transferleistungen.

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