Bildungspaket

Diakonie und Paritäter fordern neues Konzept

Harsche Kritik zum zwischenzeitigen Stand des Bildungspakets liefern die Diakonie und die Paritäter. Beide Verbände fordern die Regierung auf, das Konzept der Zehn-Euro-Bildungsgutscheine für benachteiligte Jugendliche zu überdenken und neu zu konzeptionieren.

BERLIN –  Anlass der Kritik ist ein aktuell von Bundesministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgestellter Zwischenstand, der die Zufriedenheit der Eltern mit dem Bildungspaket unter Beweis stellen soll. So habe eine aktuelle Befragung ergeben, dass Eltern mit Anspruch auf das Paket  diesem im Durchschnitt die Schulnote 2,4 geben würden, so die Ministerin.

Paritäter werfen Ministerin „Schönfärberei“ vor

Als „reine Schönfärberei“ bezeichnen die Paritäter diese Statistik:  „Nicht einmal jedes fünfte Kind im Hartz IV-Bezug nimmt die von Frau von der Leyen hochgelobten 10-Euro-Gutscheine für Sportverein oder Musikschule in Anspruch“, poltert Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Diese ebenfalls aus der Umfrage hervorgehende Erkenntnis könne die Ministerin nicht einfach unter den Tisch kehren, sagt der Paritäter-Chef.

Hilfen besser abstimmen

Für die Diakonie ist ein Betrag von zehn Euro lediglich geeignet, eine symbolische Form der Hilfe zu leisten – angesichts der Tatsache, dass Eltern, deren Kinder in einem Sportverein sind oder Musikunterricht nähmen, durchschnittlich 92 Euro monatlich aufbringen müssten. Es zeige sich nicht bloß, dass die familienpolitischen Leistungen der Bundesregierung für viele Kinder zu gering seien. Auch müssten die Hilfen besser aufeinander abgestimmt werden.

Diakonie schlägt einheitliche Förderung vor

Die Diakonie schlägt daher eine einheitliche finanzielle Förderung vor - statt aktuell einer Vielzahl unterschiedlichster Leistungen wie Kindergeld, Kinderfreibeträgen, Kinderzuschlagen, Kinder-Regelsätzen und pauschalisierten Förderungen durch das Bildungs- und Teilhabepaket.

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