Unicef-Studie

AWO will Bildungsinstitutionen stärken

Die aktuelle ‚Studie zur Lage der Kinder in Industrieländern 2013‘ der Unicef nimmt AWO-Chef Wolfgang Stadler zum Anlass, für eine Stärkung der Bildungsinstitutionen zu werben. „In Deutschland hängt der Bildungserfolg zu sehr vom Elternhaus ab. Dieser Trend hat sich nicht nur verfestigt, sondern verstärkt“, so der Bundesvorsitzende des Verbandes.

BERLIN - Mittels einer groß angelegten Vergleichsstudie hat die Unicef das Lebensumfeld von Kindern in insgesamt 29 Industrienationen analysisiert. Auch wenn Deutschland im internationalen Vergleich einen guten sechsten Rang belege, seien viele Aspekte in der Kinder- und Jugendpolitik verbesserungswürdig, so die AWO zu den Ergebnissen des Berichts. In Deutschland verharre seit Jahren die Zahl junger Menschen von 19-29 Jahren ohne anerkannte Berufsausbildung bei 1,5 Millionen.

Schulsystem fördert Zukunftsängste

Der Grund für diese Misere liege im Schulsystem. Ein Hauptschulabschluss ermögliche kaum noch Zugang zu einer anerkannten Berufsausbildung, so die AWO. Der Druck auf Kinder und Jugendliche, einen möglichst guten Schulabschluss zu erhalten, führe zu dem Empfinden des Einzelnen, dass Anerkennung nur durch schulische Leistungen erreicht werden könne. „Zukunftsängste sind die Folge“, fürchtet Stadler.

Kinderarmut nach wie vor ungelöstes Problem

Ein weiteres nach wie vor ungelöstes gesellschaftliches Problem sei die Kinderarmut, kritisiert der arbeitnehmernahe Wohlfahrtsverband. „Wir brauchen eine an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen orientierte Förderung sowohl in der Schule, als auch in der  Kinder- und Jugendarbeit“, fordert Stadler. Daneben müssten die wirtschaftlich schwachen Familien materiell besser ausgestattet, und durch kostenfreie Förderangebote für die Kinder unterstützt werden.

zurück | drucken

Artikel weiterempfehlen

Frage des Monats

Gegen die AWO in Frankfurt und Wiesbaden laufen weitreichende Ermittlungen wegen Vetternwirtschaft, unangemessenen Gehältern und mangelnder Kontrolle. Was meinen Sie: Ist das Geschäftsgebaren der AWO-Kreisverbände typisch für die Branche oder die Ausnahme?

Typisch

Ausnahme

Keine Meinung


Ergebnisse

Die aktuelle Ausgabe

Titelthema: Compliance

■ Regeln einhalten ■ Reputation schützen ■ Risiken minimieren

weiter

Leider falsch - wir korrigieren

Alle Menschen machen Fehler – bei Journalisten sind sie leider gleich gedruckt. Manchmal rutscht uns eine missglückte Formulierung durch, manchmal eine falsche Zahl. Das tut uns leid. Hier finden Sie die Korrekturen.

Probleme auf der Webseite?

Falsche Darstellung, fehlerhafter Link, fehlende Funktion? Bitte melden Sie Probleme mit der Webseite unserem Administrator. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe! Fehler melden

 

Unser Wohlfahrt Intern E-Paper

Lesen Sie Wohlfahrt Intern jetzt auch als E-Paper

E-Paper hier öffnen

Seite weiterempfehlen