Jugendarbeitslosigkeit

AWO fordert Ausbildungsgarantie

Angesichts der Tatsache, dass es in Deutschland 1,4 Millionen junge Menschen ohne Berufsabschluss gibt, fordert die AWO vom Staat eine rechtlich verankterte Ausbildungsgarantie.

BERLIN - „Die hohe Zahl an unbesetzten Ausbildungsstellen verschleiert die Tatsache, dass es derzeit 1,4 Millionen junge Menschen ohne Berufsabschluss gibt, für die dringendst geeignete Ausbildungsstellen angeboten werden müssen“, fordert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler.  Hintergrund ist der Berufsbildungsbericht 2013, der von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka am Mittwoch im Kabinett vorgelegt wird.

Jugendliche in Fördermaßnahmen geparkt

„Die AWO fordert das Recht auf Ausbildung für alle“, so der AWO-Chef. Einer Rekordzahl an unbesetzten Lehrstellen stünden nämlich knapp 273.000 Jugendliche in der Bundesrepublik gegenüber, die in Fördermaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit geparkt seien und deshalb nicht als Ausbildungssuchende gezählt werden.  „Es gilt attraktive Berufsperspektiven zu schaffen, die Qualität der Ausbildung zu verbessern aber auch die Arbeitsbedingungen in vielen Ausbildungsberufen spürbar anzuheben“, so der AWO Bundesvorsitzende.

Positiver Trend geht an weniger begabten vorbei

Der zunehmende Wettbewerb um Nachwuchskräfte stärke zwar die Position und Auswahlmöglichkeiten der Ausbildungsbewerber – allerdings nur jener, die das Bildungssystem bereits erfolgreich durchlaufen haben, so der arbeitnehmernahe Wohlfahrtsverband. „Diese Entwicklung geht an all jenen jungen Menschen vorbei, die als bedingt ausbildungsreif in den vielen Maßnahmen des Übergangsbereichs festsitzen, stellt Stadler jedoch fest, „sie angemessener und nachhaltiger zu qualifizieren und zu begleiten, ist eine Herausforderung, die offensiv von allen Seiten angegangen werden muss.“

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