Eingliederungshilfe

Mehr Geld für behinderte Mitarbeiter überfordert Werkstätten

Werkstattmitarbeiter sollen mehr Geld bekommen. Für Leistungsanbieter könnte das teuer werden, fürchtet Uwe Drechsler, Geschäftsführer von Sozial Arbeiten Wohnen Borna.

Geschäftsführer Drechsler © Sozia-Arbeiten-Wohnen Borna

•    Eine Gesetzesinitiative aus dem Bundesarbeitsministerium sieht vor, Angehörige finanziell zu entlasten und das Ausbildungsgeld bei behinderten Menschen in Werkstätten anzuheben

•    Die 117 Euro mehr Lohn monatlich sollen die Werkstätten selbst erwirtschaften

•    Das könnte zu Mehrkosten von bis zu 100.000 Euro pro Werkstatt führen, warnt Geschäftsführer Uwe Drechsler

Werkstätten müssen Erhöhung selbst tragen

Der höhere Lohn in der Ausbildung führe auch zu einem höherem des Grundbetrag, den Beschäftigte in Werkstätten bekommen, sagt Uwe Drechsler, Geschäftsführer der Sozial-Arbeiten-Wohnen in Borna, einer Tochtergesellschaft der Lebenshilfe. Den müssen die Werkstätten es aus ihrem Arbeitsergebnis bezahlen.

Vorlauf ist zu kurz

Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) kritisiert den Entwurf. Da der Gesetzesentwurf im August 2019 in Kraft treten soll, sei die Finanzierung nicht zu bewältigen. Der Verband fordert eine grundlegende Reform der Finanzierung von Werkstattentgelten.

Bundesverband begrüßt den Entwurf

Der Bundesverband Lebenshilfe begrüßt dagegen den Entwurf. „Mit dem Budget für die Ausbildung erfüllt Minister Heil eine wichtige Forderung der Lebenshilfe“, sagt Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe. Auch die Entlastung von Angehörigen sei richtig und gerecht. rv

Quelle: Lebenshilfe Bundesverband, Sozial-Arbeiten-Wohnen Borna, BAG WfbM

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