Pränataltests

Evangelische Kirche befürwortet Bluttests als Kassenleistung

Die Evangelische Kirche Deutschland (EKD) spricht sich für Bluttests an Ungeborenen als Kassenleistung aus. Eine Beratung sollte die Pränataltests aber begleiten.

BERLIN – „Entscheidend ist für mich, dass wir am unbedingten Ziel festhalten, die Zahl der Abtreibungen zu minimieren“, sagt EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strom. Bei einer ungeregelten Nutzung bestehe die Gefahr, Leben nach bestimmten Kriterien auszusortieren.

„Werdende Eltern sollten bei ihrer Entscheidung, ob sie den Bluttest durchführen wollen und ob sie in der Lage sind, die sich daraus etwa ergebenden Folgen zu tragen, begleitet und unterstützt werden“, sagt Ulrich Lilie von der Diakonie Deutschlands.

Caritas und Lebenshilfe lehnen Tests ab

Der Deutsche Caritasverband spricht sich gegen eine Übernahme durch die Krankenkassen aus. „Embryos mit Auffälligkeiten das Recht auf Leben abzusprechen, verändert den Blick auf ein Leben mit Behinderung“, sagt Caritas-Präsident Peter Neher. Frauen und Familien müssten bei der Gestaltung ihres Lebens mit behinderten Kindern besser beraten und unterstützt werden.

Laut Lebenshilfe würden von der Kasse bezahlte Pränataltests den Druck auf Familien erhöhen, sich für die Geburt eines behinderten Kindes zu rechtfertigen. Menschen mit behinderten Kindern sollten stattdessen alle Hilfen erhalten, die sie zum Leben brauchen.  

Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland rückläufig. Wurden 2011 noch mehr als 108.000 Schwangerschaften abgebrochen, waren es 2018 knapp 100.100. jh

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