Teilhabe

Caritas will Debatte anstoßen

Die Caritas fordert, den vom Kabinett beschlossenen Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung als Auftakt einer breiten gesellschaftlichen Debatte zu nutzen, wie die Rechte von Menschen mit Behinderung auf gesellschaftliche Teilhabe besser verwirklicht werden können.

BERLIN - Dazu müssten im weiteren Prozess der Umsetzung konkrete Selbstverpflichtungen aller relevanten Akteure formuliert werden. Nur dann könne der Anspruch der UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt werden.

Schulen und Arztpraxen öffnen

 

Als „besonders dringende Herausforderung“ bewertet es die Caritas, das allgemeine Schulsystem besser für Menschen mit Behinderung zu öffnen. Noch zu oft finde Bildung für behinderte Menschen in parallelen Institutionen, abseits der Regelschulen, statt. In den Schulgesetzen der Länder müsse das Recht der Eltern behinderter Kinder verankert werden, dass ihr Kind in einer Regelschule gefördert und unterrichtet werden kann, so der katholische Wohlfahrtsverband. Es gebe aber auch dringenden Handlungsbedarf in anderen Feldern. Viel zu wenige Arztpraxen seien barrierefrei, dies erschwere die medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung und schränke ihr Recht auf freie Arztwahl stark ein. Die Belange behinderter Menschen müssen zudem stärker als bisher in der Ausbildung von Ärzten und Pflegekräften verankert werden.

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