Bundesteilhabegesetz

„Bürokratieaufwand muss refinanziert werden“

Der bürokratische Mehraufwand bei der Umsetzung des BTHG müsse refinanziert werden, fordert Uwe Mletzko, Vorsitzender des Bundesverbandes evangelische Behindertenhilfe. Zudem fehlen noch immer wichtige Regelungen.

Vorsitzender Mletzko © Diakovere gGmbH

  • Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) sei für die Träger mit einer intensiven Vorbereitung verbunden, sagt Uwe Mletzko.
     
  • Der zusätzliche Bürokratieaufwand müsse evaluiert und refinanziert werden.
     
  • Einer Studie zufolge sehen 27 Prozent der diakonischen Unternehmen im BTHG eine ihrer größten Herausforderungen für die kommenden Jahre.

Der Bürokratieaufwand im Zuge der Neuerungen des BTHG müsse evaluiert und natürlich auch refinanziert werden, sagt Uwe Mletzko. Die diakonischen Einrichtungen und Träger bereiteten sich seit Jahren mit Projektgruppen, Schulungen und neuen Mitarbeitenden intensiv auf die Umstellung vor. „Das kostet Zeit und Geld“, so der Vorsitzende des Bundesverbandes evangelische Behindertenhilfe.

Rahmenvereinbarungen fehlen

„Der Jahreswechsel und damit die dritte Reformstufe rücken näher und noch immer sind viele Fragen offen", sagt Christian Dopheide, Vorstandsvorsitzender des Verbandes diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD). In einigen Bundesländern fehlten weiterhin notwendige Rahmenvereinbarungen. In vielen Regionen seien noch keine Leistungs- und Kostenvereinbarungen getroffen und auch im Steuerrecht gebe es Unklarheiten.

27 Prozent der Träger sehen im BTHG größte Herausforderung

Hintergrund ist eine Umfrage des VdDD. Demnach halten 27 Prozent der diakonischen Unternehmen das Bundesteilhabegesetz für eine ihrer größten Herausforderungen. Nur den Fachkräftemangel schätzen die Träger als noch gravierender ein.

An der Umfrage nahmen bundesweit 144 diakonische Unternehmen aus allen Hilfefeldern teil. Sie repräsentieren 220.000 von rund 600.000 Mitarbeitenden in der Diakonie. br

 

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