Teilhabe

Arbeitsmarkt für Alle öffnen

Die Diakonie fordert, dass alle Menschen mit Behinderungen unabhängig von der Art und Schwere ihrer Behinderung an beruflicher Bildung und am Arbeitsleben teilhaben können. „Menschen mit schwerer geistiger und mehrfacher Behinderung werden in Deutschland nicht nur vom regulären Arbeitsmarkt ausgeschlossen, sie haben in der Regel noch nicht einmal Zugang zum Sonderarbeitsmarkt der Werkstätten für behinderte Menschen. Letztendlich kommt dies einer doppelten Exklusion gleich“, sagt Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier.

BERLIN - In den vergangenen Jahren habe man, so die Diakonie, die Rechte von Menschen mit Behinderung durch diverse gesetzliche Regelungen gestärkt. Bei der Teilhabe an beruflicher Bildung und am Arbeitsleben klaffe allerdings eine große Lücke zwischen dem politischen Anspruch und der Lebenswirklichkeit insbesondere von Menschen mit schwerer geistiger und mehrfacher Behinderung. „Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sieht das Recht von behinderten Menschen auf inklusive Bildung und Arbeit vor - unabhängig vom Umfang des Unterstützungsbedarfs oder der individuellen Leistungsfähigkeit“, so Stockmeier.

Besipielhaftes Nordrhein-Westfalen

Das Beispiel Nordrhein-Westfalen zeige, dass es möglich sei, auch Menschen mit schweren Behinderungen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. „Sie erhalten die üblichen Leistungen der beruflichen Rehabilitation, sie sind sozialversichert und erzielen ein Ausbildungsgeld bzw. ein Arbeitsentgelt, sagt der Diakonie-Präsident. Hintergrund: Als einziges Bundesland beschäftige Nordrhein-Westfalen regelhaft auch Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf im Berufsbildungsbereich und im Arbeitsbereich der Werkstätten.

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