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Corona
Aktualisiert am 19.03.2020 - 12:24

„Sozialdienste brauchen Unterstützung“

Angesichts der Coronakrise sorgen sich Diakonie und Caritas um die wirtschaftliche Zukunft vieler Wohlfahrtseinrichtungen. Bislang habe die Politik nur einen Bereich im Blick.

  • Caritas und Diakonie fordern wirtschaftliche Hilfen nicht für Einrichtungen im Gesundheitswesen und der stationären Pflege.

  • Schon jetzt müssten Träger ihre Angebote aus wirtschaftlichen Gründen zurückfahren.

  • Mitarbeiter im Wohlfahrtsbereich sollen Betreuung für ihre Kinder kriegen.

Die beiden kirchlichen Verbände wünschen sich von der Politik Sicherheit für sämtliche sozialen Angebote. Aktuell seien die Augen besonders auf die Einrichtungen des Gesundheitswesens und der stationären Altenpflege gerichtet. Das Netz sozialer Dienste, das die Wohlfahrtspflege vorhält, gehe darüber hinaus, so Caritas-Präsident Peter Neher. Ebenso seien beispielsweise Tagespflegeeinrichtungen, Werkstätten für Menschen mit Behinderung und darüber hinaus auch Beratungsstellen und Weiterbildungsakademien betroffen.

Ambulante Dienste stünden vor dem Aus

Ambulante Dienste - nicht nur in der Pflege - könnten aufgrund fehlender Schutzausrüstung ihre Leistungen nicht mehr erbringen, sagt Neher. Auch Reha-, Kur- und Erholungseinrichtungen müssten ihren Betrieb reduzieren oder gar einstellen. Gemeinsam mit Diakonie Präsident Ulrich Lilie fordert er daher sämtliche für das Sozialsystem relevanten Einrichtungen mit unter den Rettungsschirm zu nehmen.

„Dazu muss die Politik im Gespräch mit den Wohlfahrtsverbänden jetzt wirkungsvolle Instrumente entwickeln und diese schnell umsetzen", sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. Dazu zähle auch die Notfallbetreuung für Kinder, wo mindestens ein Elternteil im sozialen Bereich arbeitet – unabhängig vom Beruf des Partners. ols

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