Pflegeumfeld

Kreise und Städte sollen stärker planen und gestalten

Pflege dürfe nicht nur Aufgabe einzelner Personen und Institutionen sein. Die Caritas in Baden-Württemberg warnt vor einer grundsätzlichen Gefahr.

  • Kommunen sollen Pflegevor- und umfeld mehr planen und gestalten

  • Pflegekonferenzen sollen helfen, Bedarfe zu erkennen und Akteure zusammenzubringen

  • Verwaltungen sollen Ermessenspielraum für Heime und ambulant betreute WGs ausnutzen

Wenn Pflege weiter nur Aufgabe einzelner Personen und Institutionen bliebe, könnten Hilfesysteme bald schon zusammenbrechen, warnen die Verantwortlichen der Caritas für die Erzdiözese Freiburg und der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Verantwortlich seien dafür heute schon vorhandene Engpässe in der Versorgung.

Kommunen sollen Gemeinschaft fördern

„Kommunen sollten sich künftig stärker am Leitbild einer sorgenden Gemeinschaft orientieren, in der die Beziehung mit und zu anderen Menschen neu positiv bewertet und an die Mitverantwortung aller Bürgerinnen und Bürger appelliert wird“, erklärt Caritasdirektor Thomas Herkert. Kommunen sollten daher Strukturen im Vor- und Umfeld von Pflege planen und gestalten, auch wenn das keine Pflichtaufgabe sei.

Pflegekonferenzen bieten nötige Voraussetzungen

Eine Möglichkeit sei, kommunaler Pflegekonferenzen einzurichten. Diese Konferenzen seien absolut notwendig, um vor Ort Bedarfe zu erkennen und Angebote zusammen mit den Akteuren zu entwickeln. „Die Zeit ist überreif, dass Landkreise und Kommunen über ihre Haushalte das Schaffen von Strukturen und Angeboten vor Ort finanziell fördern und die klassische Altenhilfeplanung durch eine ressortübergreifende, ganzheitlich orientierte Sozialplanung ersetzen“, fordert Herkert.

Verwaltung dürfe nicht zu bürokratisch denken

Die örtliche Heimaufsicht sollte weiter ihr Handeln mehr im Sinne einer Ermöglichungskultur gestalten. Bürokratische Forderungen der Behörden dürften Engpässe in der pflegerischen Versorgung und den Mangel an Personal nicht zusätzlich verstärken. Vielmehr sollte die Verwaltung den Mut haben, vorhandene Ermessensspielräume bei der Umsetzung der Landesheimbauverordnung oder bei neuen ambulant betreuten Wohngemeinschaften auszuschöpfen. dh

Quelle: Caritas für die Erzdiözese Freiburg

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