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Pandemieprämie
Aktualisiert am 06.04.2020 - 13:52

„Engagement der Pflege sollte honoriert werden“

Vorstandsmitglied Kettler © AGV AWO Deutschland

Die Bundesvereinigung der Arbeitgeber der Pflegebranche fordert einen Anerkennungsbonus für Pflegekräfte in der Coronakrise. Die Arbeitgebervereinigung hat bereits mit Verdi über einen Tarifvertrag verhandelt.

  • Pflegekräfte sollten einen Bonus für ihren Einsatz während der Coronakrise erhalten, fordert Die Bundesvereinigung der Arbeitgeber der Pflegebranche (BVAP).

  • Die Regierung solle eine unbürokratische Refinanzierung durch die Leistungsträger ermöglichen.

  • Ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag solle die Regelung bundesweit verankern.

BVAP und die Gewerkschaft Verdi wollen über einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag einen Bonus für Pflegekräfte in der Coronakrise durchsetzen. „Die Pflegekräfte arbeiten wie viele andere in der Gesellschaft am Limit und das aus Überzeugung. In diesen schweren Zeiten müssen wir dieses Engagement besonders honorieren und weiterhin sichern“, sagt Gero Kettler, Vorstandsmitglied der BVAP und Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands der AWO.

Verhandlungen mit Verdi abgeschlossen

Die BVAP mit Verdi dazu einen Tarifvertrag ausgehandelt. Die Vertragspartner wollen für den Bonus einen Antrag auf Allgemeinverbindlichkeit stellen. So sollen alle Pflegekräfte im Bundesgebiet von der Regelung profitieren, sagte Kettler. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) prüft derzeit die Regelung.

Auch die Altenpflege sei betroffen, fügte Co-Vorstand Ulrich Bauch, Geschäftsführer des ASB, an. „Jetzt braucht es unbürokratische Lösungen, damit das Geld schnell bei den Beschäftigten ankommt.“, sagte Bauch. Die Politik solle für die Boni die Krankenkassen in die Pflicht nehmen. Die Finanzierung dürfe nicht zulasten der Pflegebedürftigen und deren Angehörigen gehen, mahnte Kettler.

Die BVAP ist eine Arbeitgebervereinigung, die einen verbindlichen Tarifvertrag für die gesamte Pflegebranche anstrebt. Zu den Gründern gehören Gesellschaften und Wohlfahrtsverbände des ASB, der AWO, des Paritätischen, der Volkssolidarität und des diakonischen Dienstgeberverbandes Niedersachsen. Auch die ZWST ist beteiligt. Inzwischen vertritt die Vereinigung knapp 250 Unternehmen. ct

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