Leiharbeit

Berliner Paritäter begrüßen Gesetzesinitiative ihres Landes

Gabriele Schlimper kritisiert Arbeitnehmerüberlassung in der Pflege als gesellschaftliches Problem. Die Geschäftsführerin des Paritätischen Landesverbandes Berlin begrüßt eine neue Initiative im Bundesrat.

Geschäftsführerin Schlimper © Holger Gross

  • Der Paritätischen Berlin begrüßt die Initiative des Senats, Arbeitnehmerüberlassung in der Pflege und in Krankenhäusern einzudämmen.
  • Leiharbeit in der Pflege mache Verlässlichkeit zunichte, kritisiert der Landesverband.
  • Der Bundesrat solle zeitnah über entsprechende Gesetzesänderungen entscheiden.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin begrüßt die Bundesratsinitiative des Landes Berlin, Leiharbeit in der Pflege einzuschränken. Pflegebedürftige Menschen bräuchten Verlässlichkeit und persönliches Vertrauen in die Pflegekräfte, so Gabriele Schlimper, Geschäftsführerin des Paritätischen Landesverbands Berlin. Arbeitnehmerüberlassung mit häufig wechselndem Personal mache dies unmöglich. „Langfristig geht Leih- und Zeitarbeit auf Kosten des festangestellten Personals, verhindert ein zuverlässiges Miteinander und senkt auf die Dauer die Qualität in der gesamten Pflege“, sagt die Geschäftsführerin.

Nun ist der Bundesrat am Zug

Der Senat der Bundeshauptstadt will einen Entschließungsantrag zur Eindämmung der Leiharbeit in der Pflege im Krankenhaus und in Pflegeeinrichtungen in den Bundesrat einzubringen. Damit will er den Bundesgesetzgeber auffordern, zeitnah entsprechende Änderungen im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz oder in den Sozialgesetzbüchern V und XI zu initiieren.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin ist Dach- und Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege. Unter dem Dach des Landesverbandes haben sich mehr als 760 eigenständige, gemeinnützige Organisationen und Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen, die gut 55.000 Mitarbeitende beschäftigen. ols

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