Pflegefachkräftemangel

Bayerns Wohlfahrtsverbände warnen vor Versorgungsausfällen

Die Freie Wohlfahrtspflege Bayern sieht die stationäre Versorgung im Freistaat in akuter Gefahr. Die Vorsitzende Brigitte Meyer hat einen Plan, wie die Politik die Träger entlasten soll.

Vorsitzende Meyer © BRK

  • Freie Wohlfahrtspflege Bayern befürchtet leere Heimplätze, wenn die Träger nicht genügend Fachkräfte finden.
  • Heime sollen mehr Spielraum bei der Fachkraftquote bekommen.
  • Auch den Steuerzahler will die freie Wohlfahrt in die Pflicht nehmen, um höhere Gehälter zu refinanzieren.

In der stationären Altenpflege würden künftig immer häufiger Plätze unbesetzt bleiben, erwartet Brigitte Meyer. Die Einrichtungen könnten die gesetzlich vorgeschriebene Fachkraftquote nicht einhalten, so die Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege Bayern. Ganzen Wohnbereiche drohe die Schließung. „Der Gesetzgeber ist dringend gefordert, in dieser Akutsituation einen Spielraum bei der 50-prozentigen Fachkraftquote zu gewährleisten“, fordert Meyer.

Grundsätzlich gingen mehr Pflegefachkräfte in den Ruhestand als junge Fachkräfte nachkämen. Diese Lücke könnten die Pflegeanbieter auch nicht durch ausländische Fachkräfte decken, da die Bewertung der Anerkennung ihrer Fachqualifikationen sogar zwischen den bayerischen Bezirken unterschiedlich ausfalle.

Notwendige Refinanzierung häufiger anpassen

Meyer erwartet von der Politik weiter eine strukturelle Reform der Pflegeversicherung, da der stationäre Bereich Sicht unterfinanziert sei. Auch Steuergelder seien notwendig, um die Höhe der Leistungen den aktuellen Personal- und Sachkosten anpassen zu können.  

In der Freien Wohlfahrtspflege Bayern haben sich AWO, BRK, Caritas, Diakonie, der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden und der Paritätische Wohlfahrtsverband zusammengeschlossen. In Bayern unterhalten die Wohlfahrtsverbände und ihre angeschlossenen Organisationen rund 14.500 Facheinrichtungen und Projekte im sozialen Bereich. Sie beschäftigen etwa 190.000 Mitarbeiter. ols

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